Marnitz : Baustart für neuen Dorfladen

Vereinsvorsitzende Anja Teichmann (l.), Bürgermeister Hans-Jürgen Buchholz und Petra Pfützner arbeiten eng zusammen.
Vereinsvorsitzende Anja Teichmann (l.), Bürgermeister Hans-Jürgen Buchholz und Petra Pfützner arbeiten eng zusammen.

In Marnitz wird auch 2018 tüchtig gebaut. Submission für zweiten Abschnitt der Ortsdurchfahrt. Bürger engagieren sich fürs Dorf.

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17. Januar 2018, 05:00 Uhr

Auf diese Nachricht hat Bürgermeister Hans-Jürgen Buchholz gewartet. „Die Baugenehmigung für unseren neuen Dorfladen ist gerade eingetroffen. Nun kann der Umbau los gehen“, freut er sich sehr. Im Herbst vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass der bisherige „Dorfkonsum“ in einer ehemaligen DDR-Kaufhalle aufgegeben werden muss. „Hier wären Investitionen nötig, die die Pächterin selbst mit Fördermitteln nicht stemmen kann“, weis Bürgermeister Hans-Jürgen Buchholz. „Wir waren uns in der Gemeindevertretung mit unseren Mitbürgern einig, ein Geschäft muss in Marnitz unbedingt erhalten bleiben. Dafür lohnt es zu kämpfen“, hatte der Bürgermeister unmissverständlich klar gestellt und sich auf den Weg gemacht, um Fördermittel einzuwerben. .Sein Klinkenputzen war erfolgreich und nachdem alle Genehmigungen vorliegen , kann in einem Teil des Gemeindehauses, einer früheren Gaststätte, in dem bereits Bürgerbüro, Polizeiaußenstelle und Vereinsräume untergebracht sind, ein neuer Laden entstehen. Die Räume sind zwar mit rund 200 Quadratmetern kleiner als in der bisherigen Kaufhalle, aber auch aus Sicht der Betreiberin gut geeignet. „Vor der Tür gibt es Parkmöglichkeiten und der Standort ist einfach zu erreichen“, so der Bürgermeister. „Ich freue mich schon sehr auf den Umzug im Frühjahr“, so Geschäftsinhaberin Dorit Genckel, die in der Kaufhalle mehr als 20 Jahren gelernt hat und ihr Geschäft seit sieben Jahren selbst führt. „Ich bin dankbar für die Unterstützung. Nur so können wir das Geschäft für die Leute vor Ort retten“, so Dorit Genckel gegenüber der Parchimer Zeitung.

Das Projekt „Dorfladen“ ist keinesfalls das einzige Bauvorhaben, dass in Marnitz in diesem Jahr auf der Tagesordnung steht. „Nachdem der erste Bauabschnitt für die Otrsdurchfahrt der B 321 bis auf Restarbeiten an Geh- und Radwegen planmäßig fertig wurde, steht nun der zweite Abschnitt an“, sagt der Bürgermeister. Und das dürfte eine Herausforderung werden. Zwei weitere Umgehungen auf Zeit sind erforderlich, um für den Durchgangsverkehr zu ermöglichen und den reibungslosen Bauablauf zu sichern. Zu berücksichtigen ist ein enger Zeitplan, der u.a. die Ferien als Schwerpunkt berücksichtigt, um den Kindern den sicheren Weg zur Schule zu ermöglichen. „Die Firma Koch hat gute Arbeit geleistet. Ich würde mich freuen, wenn die Ausschreibung ergibt, dass wir weiter zusammenarbeiten können“, hofft Hans-Jürgen Buchholz. Eine Entscheidung dürfte im Zuge der Submission in diesen Tagen fallen.

Auch in der Moosterstraße wird ein begonnenes Projekt weitergeführt. Hier und in der Marnitzer Bahnhofsstraße verlegt der Zweckverband neue Trinkwasserleitungen und investiert rund 200 000 Euro.

Ein weiteres Großprojekt, ein großer Solarpark am Rande des Dorfes, an dem sich auch die Gemeinde maßgeblich beteiligt, wird noch im Januar in Betrieb gehen.

Umstellen wollen die Marnitzer ihre 190 Straßenlampen auf energiesparende Led-Leuchten. „Das dürfte 142 000 Euro kosten. 133 000 Euro kommen aus Fördertöpfen und wir können mittelfristig tüchtig sparen“, meint der Bürgermeister.

Neben Bauvorhaben wollen die Marnitzer auch ihr gemeindliches Leben weiter entwickeln. „Als Verein ,Wir am Ruhner Berg’ bringen wir uns für Familien, Kinder und die Traditionspflege ein und arbeiten mit unserem Bürgermeister eng zusammen“, erklärt Anja Teichmann als Vorsitzende. Petra Pfützner wird ihrerseits den dritten Handwerkermarkt (2. Juni, 11 - 17 Uhr) vorbereiten und hat schon 23 Anmeldungen.

Gut voran kommen die Marnitzer und die Suckower auf dem Weg zur Fusion. In Kürze soll es in beiden Dörfern Einwohnerversammlungen zum Thema geben.

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