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OLA führt betreute Bereiche ein : Barrierefreies Bahnfahren ab Parchim

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Die Ostseeland Verkehr GmbH (OLA) erweitert ihren Service für das barrierefreie Bahnfahren. Auf den Strecken in Mecklenburg-Vorpommern werden in allen Zügen Zonen für Betreutes Fahren eingerichtet.

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erstellt am 02.Apr.2012 | 10:05 Uhr

parchim | Die Ostseeland Verkehr GmbH (OLA) erweitert ihren Service für das barrierefreie Bahnfahren. "Auf den Strecken in Mecklenburg-Vorpommern werden in allen Zügen Zonen für Betreutes Fahren eingerichtet", kündigte OLA-Geschäftsführer Dirk Fischer bei einer Testfahrt mit Alterssimulationsanzügen zwischen Parchim und Schwerin an. Die ersten Triebwagen sind bereits mit der neuen Kennzeichnung und dem erweiterten Serviceangebot unterwegs.

Die Marke "Betreutes Fahren" soll Menschen mit Handicap oder auch Fahrgäste, die aus unterschiedlichsten Gründen auf Unterstützung angewiesen sind, in den Fokus rücken. "Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass in einer älter werdenden

Gesellschaft mehr gegenseitige Rücksichtnahme im öffentlichen Leben erforderlich ist. Das betrifft unter anderem auch den öffentlichen Personennahverkehr, der eine wesentliche Grundlage für eine Teilhabe am sozialen Leben ist", betonte Fischer.

In allen OLA-Bahnen befindet sich eine extra gekennzeichnete Zone für "Betreutes Fahren". Dieser Bereich ist für alle Fahrgäste gedacht, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und während ihrer Reise möglicherweise Hilfe benötigen. Die Kundenbetreuer haben ein besonderes Augenmerk auf die Wünsche der Fahrgäste in dieser Zone. Die Zugbegleiter bieten eine Ein- oder Ausstiegshilfe an, einen Weckservice oder eine Ausstiegserinnerung am Zielbahnhof sowie erleichtern mittels Rampe das Mitfahren für gehbehinderte Reisende, Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen. Der erweiterte Dienst kann bei jeder Fahrt ohne Ankündigung genutzt und bei Bedarf aber auch vorher über das Servicecenter (Telefon 01805-10 19 19) telefonisch angemeldet werden. Alle Kundenbetreuer werden in gesonderten Schulungen in Kooperation mit Behindertenverbänden auf die Betreuung von Menschen mit eingeschränkter Mobilität vorbereitet.

Dirk Fischer: "Es gibt viele Reisende, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind und sich nicht recht trauen, mit der Bahn zu fahren. Ältere Bürger, Familien mit Kinderwagen, Patienten oder Fahrgäste mit einem Handicap - wir möchten sie alle mitnehmen und ihnen ein selbstbestimmtes, aktives Leben ermöglichen. Unsere Sonderzone und die geschulte Aufmerksamkeit der Kundenbetreuer sollen Sicherheit vermitteln und Ängste nehmen. Seit vielen Jahren bemühen wir uns, allen Menschen eine problemlose Bahnreise zu ermöglichen.

Dafür arbeiten wir eng mit Behindertenverbänden, Seniorenvertretungen und der Tourismuswirtschaft zusammen. Wichtig ist uns, ständig im Dialog zu bleiben und den Service für Reisende mit Handicap immer weiter den Bedürfnissen der Menschen und der Zeit anzupassen."

Der OLA-Geschäftsführer kündigte an, die Einführungsphase auch zu nutzen, um weitere zusätzliche Servicemaßnahmen zu testen. Das betrifft unter anderem den Lärmschutz in der Sonderzone, weil sich immer wieder Fahrgäste mehr Ruhe vor zu lautem Telefonieren oder Musikhören wünschen.

Die OLA betreibt in Mecklenburg-Vorpommern mit ihren blau-weiß-gelben Zügen unter anderem die Strecke Rehna-Schwerin-Parchim. Der Marktanteil der OLA in Mecklenburg-Vorpommern liegt bei 15 Prozent.

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