Parchim : Band nach 48 Jahren wieder vereint

Begeistert vom Abend im Luisenspeicher: Peter Wolff (Tambourins, Roldies), Willi Ertel (Roldies), Siegfried Pekrul und Wolf Kröpelin (beide Tambourins).
Begeistert vom Abend im Luisenspeicher: Peter Wolff (Tambourins, Roldies), Willi Ertel (Roldies), Siegfried Pekrul und Wolf Kröpelin (beide Tambourins).

Parchimer Quartett Tambourins beim öffentlichen Tanzabend zurück auf der Bühne

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02. März 2018, 05:00 Uhr

Fast 50 Jahre nach dem letzten gemeinsamen Konzert wollen es die Tambourins noch einmal wissen: Eine Parchimer Band, die von 1965 bis 1970 zwischen Parchim, Ludwigslust und Dömitz sonnabends in allen einschlägigen Dorfgaststätten zum Tanz aufspielte, ist wieder vereint. Einmal im Monat trifft sich die Urbesetzung von damals um Wolf Kröpelin und Peter (Mäxchen) Wolff, Rüdiger Popall aus Hamburg und Norbert Neuhaus aus Delmenhorst. Dann wird das ganze Wochenende bei Sekt und gutem Essen in Mäxchens Musikgarage in der Parchimer Altstadt fleißig geprobt. Mit im Boot sind heute außerdem Nancy Melzner (Gesang) aus Brüel und Saxophonist Siegfried Pekrul aus Lübz. Letzterer machte sich früher unter anderem im Quartett 64 und in der Parkcombo einen Namen in der Tanzmusikszene und ist bis heute in verschiedenen Bereichen musikalisch aktiv. Ihren Saxophonisten kürten die Tambourins auch kurzerhand zu ihrem musikalischen Leiter. „Er hat die meiste Ahnung von Noten“, begründet Wolf Kröpelin diese pragmatische „Personalentscheidung“.

Mit Lebenserfahrung können sie alle reichlich punkten: Siegfried Pekrul steckt mitten im 75. Lebensjahr. Peter Wolffs siebter runder Geburtstag war im vergangenen Jahr. Die anderen drei Mitglieder des ursprünglichen Quartetts gehen auf die 67 zu und genießen ebenfalls seit einer Weile das aktive Rentnerdasein.

Dabei war es zunächst nur so eine Schnapsidee der Ur-Tambourins, mal wieder an die alten Zeiten anzuknüpfen. Mäxchen Wolff, der auch nach der Wende so einige Bandprojekte (Roldies, No Quarter) mitinitiierte, redete stets und ständig auf seine alten Musikerkumpels ein, dass man mal wieder was gemeinsam machen müsse. Die Initialzündung kam vor drei Jahren im Zusammenhang mit einem Jubiläums-Klassentreffen. Wolf Kröpelin, Rüdiger Popall und Norbert Neuhaus hatten 1970 zusammen das Abitur in der Eldestadt absolviert, was 45 Jahre später natürlich ein triftiger Grund für ein Wiedersehen war. Das gipfelte schließlich in einem halböffentlichen Auftritt im Parchimer Luisenspeicher.

Am gleichen Ort fand nun vor wenigen Tagen auch der erste offizielle Tanzabend der Tambourins nach 48-jähriger Pause statt – gemeinsam mit den Roldies. Die Hütte war voll besetzt, die Leute tanzten sich vom ersten Takt an bis weit nach Mitternacht die Seele aus dem Leib, die Stimmung war der Hammer. Wolf Kröpelin & Co, die mittlerweile etwa 20 Titel im Repertoire haben, konnten es kaum glauben, was an diesem Abend abging. „So lange es Spaß macht und alle gesund sind, machen wir weiter. Mal sehen, was sich ergibt“, sagt Wolf Kröpelin. Wer Rock-Urgestein Mäxchen Wolff kennt, weiß nur zu gut, dass er nicht fürs stille Kämmerlein geboren ist und so lange nachbohrt, bis die nächste Mugge steht.

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