Parchim : Backen für die Baukasse

Unterstützen regelmäßig mit Tatkraft und Kuchenspenden das Kirchen-Café: Jasmin Koehler, Baufördervereinsvorsitzender Steffen Dzur, Annedore Heidrich und Dorothea Steffen (v. l.)
Unterstützen regelmäßig mit Tatkraft und Kuchenspenden das Kirchen-Café: Jasmin Koehler, Baufördervereinsvorsitzender Steffen Dzur, Annedore Heidrich und Dorothea Steffen (v. l.)

Seit zehn Jahren lädt der Förderverein von St. Marien regelmäßig ins Kirchen-Café ein. Bisher wurden mehr als 15 200 Euro erwirtschaftet

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13. Juni 2018, 05:00 Uhr

Kuchen genießen und dabei die Baukasse von St. Marien füllen helfen: In einem Zeitraum von zehn Jahren wurden im Kirchen-Café mehr als 15 200 Euro für die Sanierung und Restaurierung der Perle der Backsteingotik am Neuen Markt von Parchim eingenommen. „Das sind immerhin reichlich zehn Prozent der Summe, die bisher von unserem Bauförderverein aus eigener Kraft an notwendigen Eigenmitteln für das langjährige Projekt geleistet wurden“, verdeutlicht Fördervereinsvorsitzender Steffen Dzur die Dimension. Auf stolze 150 000 Euro summierten sich die Einnahmen unter anderem aus dem Kirchen-Café, dem jährlich stattfindenden Adventsmarkt, aus dem Verkauf von Fotos, Büchern und Kalendern, die Erlöse von Benefiz-Konzerten sowie unzählige private Spenden.

Seit das Kirchen-Café am 6. März 2008 zum ersten Mal seine Türen öffnete, hat ein verlässlicher Kreis von etwa 20 freiwilligen Helfern weitere 100 (!) Mal vom Eindecken bis zum Abwasch den einladenden Rahmen für ein gemütliches Beisammensein zur schönsten Sonntagnachmittag-Kaffeezeit geschaffen. Zu ihnen gehören zum Beispiel Bernd Sellnow, Prof. Hermann Brause oder Lena Kröpelin. Die liebevoll arrangierten blühenden Hingucker auf den Tischen sind immer wieder ein Geschenk von Christine Eickhorst, die in der Stadt das Blumenfachgeschäft „Löwenzahn“ betreibt. Volker Schubert gelingt es regelmäßig, dem Nachmittag eine klangvolle Note zu verleihen. Er organisiert die musikalische Begleitung. (Kirchen)Chöre und Ensemble aus der Region, Schüler sowie Lehrer aus der Musikschule „Johann Matthias Sperger“ und natürlich der eigene Gemeindechor von St. Marien unter Leitung von Claudia Ahlfeld bereicherten die Nachmittage mit ehrenamtlichen Auftritten auf vielfältige Weise. Für St. Marienpastorin Jessica Warnke-Stockmann steht deshalb fest: „Das Kirchen-Café gehört zum Kulturkalender unserer Stadt.“

Zwischen 600 bis 650 Kuchen dürften in den bisher veranstalteten Kirchen-Cafés das Büfett gefüllt und den Geschmack der Besucher getroffen haben, schätzt Annedore Heidrich. Bei ihr laufen die Fäden für die zehn Mal im Jahr stattfindende Sonntagsaktion des Baufördervereins sowie den „Sondereinsatz“ immer am zweiten Dezemberwochenende zusammen. Denn zum Adventsmarkt in und um St. Marien sowie im Zinnhaus ist das Kirchen-Café von Freitag abend bis Sonntag abend praktisch nonstop geöffnet. Annedore Heidrich managt die Abläufe in der winzigen St. Marien-Küche und stimmt sich im Vorfeld mit den Kuchenbäckern ab. Sie alle verfügen über den so genannten Nachweis der Hygieneschulung entsprechend dem Infektionsschutzgesetz, unterstreicht der Baufördervereins-Vorsitzende. Über die Jahre hinweg hat sich eine beständige Gruppe Gemeindemitglieder und aus dem Freundeskreis etabliert, die immer wieder mit neuen Kuchen- und Torten-Kreationen das „Spenderherz“ erfreuen. Und das nicht nur mit süßen Schlemmereien: Wunderbare Kräuterschnittchen gingen beim 101. Kirchen-Café weg wie warme Semmeln. Die taufrischen Kräuter für die Butter auf dem selbst gebackenen Brot hatte Annedore Heidrich aus dem eigenen Garten mitgebracht, dazu Pfefferminze und Zitronenmelisse für den Tee. Ausgeschenkt wird im Kirchen-Café von St. Marien ausschließlich fair gehandelter Kaffee und Tee. Der Bauförderverein bezieht ihn aus dem ehrenamtlich betriebenen Eine-Welt-Laden vis a vis der Backsteinkirche. Nach der üblichen Sommerpause im Juli und August können es Kaffeegäste am 9. September wieder herzlich gern in der Baukasse von St. Marien klingeln lassen.

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