Parchim : AWG investiert in schönes Wohnen

Klaus-Peter Tank und Heidi Hörnlein konnten 2017 mit ihrem wunderschönen Balkon punkten.
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Klaus-Peter Tank und Heidi Hörnlein konnten 2017 mit ihrem wunderschönen Balkon punkten.

Jahresauftakt mit Ball für Genossenschaftsmitglieder. Ausblick auf neue Vorhaben.

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10. Januar 2018, 05:00 Uhr

Schwungvoll starten die Genossenschaftsmitglieder der AWG-Güstrow-Parchim ins neue Jahr. „Ein zünftiger Ball gehört bei uns traditionell dazu“, sagt Jens Wiese, Regionalleiter Süd der Allgemeinen WohnungsbauGenossenschaft Güstrow-Parchim. Schon in wenigen Tagen, am 20. Januar, sind die AWG-Mitglieder zum Festreigen in die Stadthalle eingeladen. Es ist zugleich der Start ins fünfte Jahr nach der erfolgreichen Fusion von AWG und PWG zur heutigen Wohnungsbaugenossenschaft mit insgesamt fast 3850 Mitgliedern. Ihnen stehen rund 3300 Wohnungen, davon etwa 1000 in Parchim, zur Verfügung. „Wir wollen ein Zuhause für alle Generationen sein, für Alt und Jung, für Familien und Singles, für Facharbeiter und Arbeitssuchende, für Deutsche und Ausländer“, unterstrich Vorstandsvorsitzender Norbert Karsten kürzlich erneut.

„Wir sind für die kommenden Monate gut aufgestellt“, ist sich Jens Wiese sicher. Schließlich sei es in Parchim gelungen, im Vorjahr das beste Ergebnis seit Start der AWG in die Marktwirtschaft zu erzielen. Für die Parchimer bedeutete dies vor allem, dass der enorme Instandhaltungsstau, der am Tag der Fusion vor Ort zu Buche stand, im Wesentlichen abgebaut werden konnte. Im Vorjahr wurden alleine in Parchim 50 Prozent mehr Geld für die Instandhaltung des Wohnungsbestandes aufgewendet als 2013 im Jahr vor der Fusion. „Und die Instandhaltung geht natürlich weiter. Vor allem noch nicht sanierte Bäder stehen im Mittelpunkt“, so der Regionalleiter. Und, vorausgesetzt die Vertreterversammlung gibt grünes Licht, wird erneut eine Dividende an die Genossenschaftsmitglieder ausgezahlt.

Am 7. April, dem Tag der offenen AWG-Tür, steht ein weiteres Investitionsprojekt im Mittelpunkt. Anders als in Güstrow konnte in Parchim dem steigenden Bedarf an altersgerechten Wohnungen bislang nur unzureichend entsprochen werden. Auf der Suche nach einem Standort für ein solches Projekt ist die AWG Güstrow-Parchim in der Weststadt fündig geworden. In der Otto-Grotewohl-Straße 8-17 soll ein altersgerechtes Haus mit 25 entsprechenden Wohnungen entstehen. „Nachdem bekannt geworden ist, dass wir noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen wollen, gibt es bereits Interessenten, die hier ihren Lebensabend in komfortablen Wohnungen verbringen möchten“, so Jens Wiese. „Und es wird den Bedarf nicht decken. Das hohe Durchschnittsalter unserer Mitglieder spricht dafür, weitere altersgerechte Wohnungen in der Kreisstadt zu schaffen“, betont der Regionalleiter. Am 7. April kann sich dann jedermann über die Pläne informieren.

Auch in diesem Jahr soll der beliebte Balkon-Wettstreit eine Neuauflage bekommen. Das Umfeld der Wohnungen ist für die Zufriedenheit der Bewohner sehr wichtig. Die Anzahl der Teilnehmer dürfte sich in diesem Jahr erhöhen. Denn im zurückliegenden Jahr hat die AWG in der Ringstraße in den Anbau von Balkonen tüchtig investiert. Die Genossenschaft hat dafür 400 000 in die Hand genommen. Nachdem die dritte Etappe der Balkonnachrüstung im Herbst abgeschlossen war, hatten sich für 140 Parchimer Familien die Wohnverhältnisse entscheidend verbessert. Wo ein Balkon technisch nicht möglich war, entstanden Terrassen mit einer Verkleidung. Einige der glücklichen Neu-Balkon-Besitzer hatten bereits angekündigt, dass sie in diesem Jahr beim Wettstreit um den schönsten Balkon mit dabei sind.

Zum Wohlfühlen dürfte in diesem Jahr auch ein weiteres Kulturangebot der AWG beitragen. „Am 22. August laden wir zum ,Sommernachtstraum’, einer unterhaltsamen Buchlesung, ein“, macht Jens Wiese schon neugierig.

Der Leerstand von AWG-Wohnungen beträgt in Parchim nur noch vier Prozent. Und auch das Durchschnittsalter der Bewohner ist auf rund 53 Jahre leicht gesunken.

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