Parkkosten : Autofahrer lassen Stadtkasse sprudeln

Auch Knöllchen sind längst teurer geworden.
Auch Knöllchen sind längst teurer geworden.

Die Parkautomaten sind effektiv: es gibt weniger Verkehrsverstöße und höhere Einnahmen

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05. März 2015, 13:49 Uhr

Von Bayern bis zur Ostseeküste ist man sich weitgehend einig: Die Autofahrer sind die Melkkühe der Nation. Da fallen Kfz-Steuern ins Gewicht – die seit 2009 in den Bundeshaushalt fließen – und mitunter auch Parkgebühren, sowie Buß- und Verwarngelder. Die Kreisstadt bekommt ein  ordentliches Stück von diesem Kuchen ab. Auf der Stadtvertretersitzung am Mittwochabend wurden im Bericht des Bürgermeisters die entsprechenden Zahlen öffentlich.

Als vor vier Jahren in Parchim die vorhandenen Parkautomaten auf den neusten Stand gebracht wurden, verfolgte die Stadtverwaltung zwei Ziele: Die Bewirtschaftungskosten, die mit den maroden Vorgängermodellen stetig stiegen, wollte man so in den Griff bekommen und die Einnahmen  steigern. Beides ist offenbar gelungen. Im Vorjahr haben die Parkautomaten im Stadtgebiet von Parchim Erlöse von fast 70 000 Euro gebracht. Im  Gegenzug gab es keine größeren Unterhaltungskosten. Für diverse Ersatztasten, Akkus, Pflegemittel und Papierrollen mussten nur gut 1000 Euro aufgebracht werden. Und die Einnahmequelle „Parkautomat“ könnte in diesem Jahr noch kräftiger sprudeln. Mit dem neuen Parkbewirtschaftungskonzept – das seit Januar gilt – erhofft sich die Verwaltung steigende Erträge. Nachdem  die Stellflächen auf dem Alten Markt nun nicht mehr für Anwohner, sondern für jedermann kostenpflichtig zur Verfügung stehen, soll auch dort die Kasse klingeln.

Eine weitere Einnahmequelle bleiben die ungeliebten Knöllchen. Von Januar bis Dezember 2014 wurden in der Kreisstadt 6777 Verwarnungen – in Höhe von 10 bis 35 Euro – ausgesprochen. Damit sollten mehr als 97 000 Euro in die Stadtkasse kommen.  Bis dato wurden allerdings nur knapp 74 000 Euro eingezahlt. Hinzu kommen  Bußgeldforderungen von rund 35 000 Euro. Obwohl die Zahl der ermittelten Verkehrsverstöße rückläufig sind, steigen die Einnahmen aufgrund bundesweit höherer Strafbeträge an. Alleine in den ersten Wochen des Jahres 2015 wurden im Stadtgebiet bereits 26 000 Euro Buß- und Verwarngelder festgesetzt. Nicht jeder akzeptiert das neue Parkbewirtschaftskonzept. Auch der vertraglich vereinbarte Einsatz von Politessen auf Privatparkflächen könnte die Einnahmen steigern.

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