Parchim : Ausweichquartier für Flüchtlinge

Der Umbau des ehemaligen Amtes für Landwirtschaft läuft auf Hochtouren.
Der Umbau des ehemaligen Amtes für Landwirtschaft läuft auf Hochtouren.

Gebäude in der Lübzer Chaussee in Parchim soll nach dem Umbau laut Innenministerium nur in Notfällen belegt werden

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07. Januar 2016, 15:34 Uhr

Das Gebäude des ehemaligen Amtes für Landwirtschaft in Parchim wird eine Ausweichunterkunft des Landes für die kurzfristige Unterbringung von Flüchtlingen in Notfällen.

Das Innenministerium in Schwerin konkretisierte auf Nachfrage unserer Zeitung Informationen zum derzeitigen Umbau des Gebäudes in der Lübzer Chaussee 12 (SVZ berichtete).

„Dieses Gebäude soll künftig als eine ständige Ausweichunterkunft für die Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Nostorf Horst verfügbar sein“, erklärte Marion Schlender, Sprecherin des Innenministeriums. „Diese Unterkunft soll in der Lage sein, im Notfall bis zu 120 Personen kurzfristig aufzunehmen, wenn eine Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen in der Landeserstaufnahmeeinrichtung aus unvorhersehbaren Gründen (Hochwasser, Quarantänemaßnahmen u.ä.) vorübergehend nicht möglich ist, damit das Land seiner Aufnahmeverpflichtung gegenüber dem Bund und den anderen Bundesländern jederzeit gerecht werden kann.“ In solchen Fällen komme es darauf an, unverzüglich über eine freie und regelmäßig leer stehende Liegenschaft verfügen zu können, so Schlender. Von besonderer Bedeutung sei, dass die Ausweichunterkunft so vorbereitet wird, dass sie bei Bedarf innerhalb weniger Stunden in Betrieb genommen werden kann.

„Mit dieser Liegenschaft wird also Vorsorge getroffen, es ist nicht vorgesehen, dieses Objekt als Kapazitätsreserve für ausgelastete Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes zu nutzen oder es dem Landkreis zur Unterbringung der ihm zugewiesenen Flüchtlinge zu überlassen“, erklärte Schlender.

Die Bauarbeiten haben im November begonnen und sollen im Mai beendet werden. Das ehemalige Bürogebäude, aus dem im Frühjahr 2011 die letzten Mitarbeiter ausgezogen waren, wird bewohnbar für Menschen gemacht. Dazu gehören die Einrichtung ausreichend geeigneter Sanitärbereiche mit Bad, Dusche, WC, von Räumen für Waschmaschinen, von Essenausgabe und Speiseraum sowie Gemeinschaftsräumen. Das Dach wird erneuert, Fenster und Türen werden hergerichtet, es erfolgen Brandschutzmaßnahmen, so das Innenministerium.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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