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Siggelkow : Aus Liebe zum Heimatdorf mitgestalten

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Neue SVZ-Serie „Mutbürger“. Heute: Elterninitiative der Siggelkower Kita „Moosterzwerge“ plant Neugestaltung des Außenbereichs und das ganze Dorf zieht mit

svz.de von
erstellt am 18.Mär.2017 | 05:00 Uhr

In der DRK-Kindertagesstätte Moosterzwerge in Siggelkow soll sich ordentlich was tun, darüber sind sich die Mitglieder des Elternrats einig. Das Team von sechs Müttern, die sich im September 2016 zusammentaten, zeigt sich hochmotiviert, was die Umgestaltung der Kindereinrichtung betrifft. Vor allen Dingen soll im Frühjahr und Sommer das weitläufige Außengelände ein schöneres und zeitgemäßeres Antlitz bekommen.

Neben ihrer vollen Berufstätigkeit investieren die jungen Eltern freiwillig viel Zeit und Energie in die Kita-Erneuerung. Ihre Kinder sind alle kleine Moosterzwerge und gehören einer von drei Gruppen an. Da die Mütter mehr für das Wohlergehen ihrer Schützlinge und der Kinder aus der Region erreichen wollen, gründeten sie den Elternrat. Ein bis zweimal im Monat treffen sich die Frauen meist im privaten Kreis, um sich über ihre Ideen zur Neugestaltung auszutauschen und Veranstaltungen wie das „Elterncafé“ zu besprechen. Jede bereichert die Arbeitsgemeinschaft mit ihren persönlichen Kompetenzen. „Das, was einer gerne macht und gut kann, bringt er dort mit ein, wo es gefragt ist“, sagt Kati Panzer. Sie managt größtenteils die Kommunikation nach außen und knüpft wichtige Kontakte, um das Projekt öffentlich voranzutreiben.

Werbung für die Kita zu machen, sei mit ein Hauptanliegen der sechs Mütter. Die Attraktivität der Kita zu erhöhen ist, wie gegenüber städtischen Einrichtungen konkurrenzfähig zu bleiben, klare Zielvorgabe. „Den familiären Charakter und die damit verbundenen Vorzüge, sein Kind hier in Betreuung zu geben, wollen wir verstärkt nach außen tragen“, meint Claudia Behrendt, deren Sohn Lasse zu den Moosterzwergen gehört.

Klein, familiär und naturverbunden. So ist und kennt die Siggelkowerin die Kita Moosterzwerge noch aus ihrer eigenen Kindheit. Vor 30 Jahren spielte sie selbst auf den nostalgischen Klettergerüsten, die heute mehr als nur einen neuen Anstrich benötigen. Als Mitglied der Elterninitiative möchte Claudia Behrendt dafür sorgen, dass endlich mehr auf dem großzügigen Areal passiert. Die insgesamt 36 Kinder der Tagesstätte würden dann viele neue, spannende Spielabenteuer im Freien erleben, wenn die Wünsche der Eltern in die Tat umgesetzt werden. Die Vorstellungen des Elternrats sollen ab April Schritt für Schritt realisiert werden. Zum Beispiel ist ein Kletterhügel mit Tunnel und Rutsche geplant. Eine Nest-Schaukel, ein Amphitheater aus Naturmaterialien sowie ein „Fühlpfad“ sollen bewirken, dass die Moosterzwerge „einfach gern in die Kita gehen“, sagt Claudia Behrendt.

Inspiriert durch die Erfahrungen ihrer Kinder, denken die Mütter an die Zukunft der Siggelkower Kita. „Wir machen das aus Liebe zum Dorf. Auch wenn unsere eigenen Kinder eines Tages nicht mehr herkommen, soll die Kita langfristig ihren Standort in Siggelkow behalten“, meint Kati Panzer. Wie der Tante-Emma-Laden gehöre eben auch eine Kita in die 900-Einwohner-Gemeinde. Geld, Material, Kompetenz und Leistung sind unabdingbar, um den Kita-Außenbereich auf Vordermann zu bringen. Daher ist ganz Siggelkow gefragt, für seine kleinsten Bewohner mit anzupacken. Der vom Elternrat organisierte Unternehmerstammtisch zu Anfang des Jahres mit über 40 Teilnehmern (die SVZ berichtete), war ein erfolgreicher Schritt, um für Unterstützung zu werben. Zahlreiche Unternehmen sagten den ehrgeizigen Eltern ihre Hilfe zu.

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