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Parchimer Zeitung

21. November 2017 | 13:22 Uhr

Dütschow : Aufräumen nach dem großen Sturm

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

In Dütschow trafen sich Feuerwehrkameraden und Einwohner zur gemeinsamen Aktion

von
erstellt am 10.Mai.2015 | 22:00 Uhr

Das Wochenende stand in Dütschow ganz im Zeichen des Aufräumens. Der Orkan am Dienstagabend (wir berichteten) hatte etliche Bäume umgestürzt und mehrere Dächer beschädigt. Zwar wurden noch am Dienstag die Straßen passierbar gemacht, jedoch blieben Bäume, Baumkronen und dergleichen am Straßenrand oder, wie auf dem alten Friedhof, auf den Grundstücken einfach liegen.

Am Sonnabend traf man sich am Gerätehaus der Feuerwehr und gemeinsam ging es an das Aufräumen. Hier kehrte nicht jeder vor seiner Tür, sondern alle gingen gemeinsam vor. So begannen sie auf dem alten Friedhof, wo eine dicke Linde quer über den Gräbern lag. Martin Cobow und andere „bewaffneten“ sich mit Motorsägen und so wurde die Linde in tragbare Stammgrößen zerteilt und für den Abtransport vorbereitet. Auch gegenüber waren Bäume und Strauchwerk zu beseitigen. Dabei und auch beim Abtransport half die starke Technik der Spornitzer Agrar GmbH, die dankenswerter Weise unbürokratisch zur Verfügung gestellt wurde. Neben einem Traktor mit zwei Anhängern war auch ein Teleskoplader im Einsatz.

Doch die großen Baumstümpfe mit dem Wurzelbereich machten schon Probleme und waren nicht zu beseitigen. „Hier werden wir einen Kran benötigen. Sorge machten auch zwei Pappeln auf einem Grundstück. Dort hatten die Parchimer Kameraden mit dem Einsatz ihrer Drehleiter bereits die Baumkrone abgenommen und so das Gewicht deutlich verringert, aber die Stämme lehnen noch immer an einem Schuppen“, sagt Wehrführer Ronald Gierk. Auch am Dorfteich konnten zwei umgestürzte Trauerweiden beseitigt werden.

Die vielen Stämme und das Astwerk wurden vorübergehend auf dem Sportplatz gelagert. Auch dieser wurde in Mitleidenschaft gezogen, die Pappeln, die vor rund 50 bis 60 Jahren gepflanzt wurden, hielten dem Orkan nicht stand. Peter Berger* war hier mit der Motorsäge zugange und schnitt die Stämme in meterlange Stücke, um später Bauholz zu haben. „Wir werden wohl ein Herbstfeuer veranstalten und im nächsten Jahr das Osterfeuer mit diesem vielen Holz durchführen“, denkt er über die Verwendung des vielen Holzes bereits voraus. Während der Traktor mit seinen beiden Anhängern wieder auf den Platz kommt und seine Fracht abkippt, kommen andere Einwohner mit ihren Kleinsttraktoren und bringen ebenfalls die Folgen des Sturmabends zum Sammelplatz..

Ein großes Dankeschön geht an alle aktiven Helfer wie Roswitha Schulz und Sonja Junghans vom Förderverein Kulturhaus Dütschow e.V. sowie an die Gemeinde Spornitz, die für einen zünftigen Imbiss am Sturmabend und auch am Aufräumungswochenende sorgten.

 *Name geändert
 

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