Amtsgericht Parchim : Auf der Autobahn zu dicht aufgefahren

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29. Januar 2019, 07:43 Uhr

Glück hatte Rüdiger L. in der Parchimer Zweigstelle des Amtsgerichts bei der Verhandlung seines Einspruchs gegen einen Bußgeldbescheid. Darin hatte ihm die Ordnungsbehörde des Landkreises vorgeworfen, auf der Autobahn 24 bei Marnitz zu dicht auf seinen Vordermann aufgefahren zu sein.

Bei 130 Kilometern pro Stunde wäre ein Sicherheitsabstand von mindestens 65 Metern einzuhalten gewesen, den der Beschuldigte aber auf weniger als 30 Meter verkürzt hatte. Wegen einer Voreintragung sollte ihn das ein Bußgeld von 100 Euro und einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei kosten.

Doch die Fotos der polizeilichen Überwachungskamera belegten, dass besagter Vordermann über eine längere Fahrtstrecke hinweg die Überholspur blockiert und damit gegen das gesetzliche Rechtsfahrgebot verstoßen hatte.

Also stellte Richter Kai Jacobsen das Verfahren ein, dessen Kosten nunmehr die Staatskasse trägt. An gleicher Stelle war ein anderer Autofahrer mit 170 Stundenkilometern bis zehn Meter auf seinen Vordermann aufgefahren. Das legte beim Gericht den Verdacht nahe, dass der Beschuldigte möglicherweise sogar vorsätzlich gehandelt haben könnte. Dennoch will das Gericht abklären, ob das fällige einmonatige Fahrverbot auf Personenwagen beschränkt bleiben kann.

Dann nämlich könnte der Monteur für Windkraftanlagen wenigstens Lastwagen fahren und damit weiterhin seiner Arbeit nachgehen.

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