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Parchimer Zeitung

20. November 2017 | 22:27 Uhr

Parchim : Auf den Spuren von Charles Darwin

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Mit der Parchimer Nachwuchsakademie PaNak auf Exkursion: 50 Schüler erkundeten das Darwineum in der Hansestadt Rostock

Vom Urknall bis zum heutigen Computerzeitalter: Dazwischen liegen mehrere Millionen Jahre. Schüler der Parchimer Nachwuchsakademie (PaNAk) wandelten in der zweiten Veranstaltung des Herbstsemesters auf den Spuren von Charles Darwin und unternahmen einen Streifzug durch die Evolution. Im Rostocker Darwineum erhielten 50 wissbegierige Jungen und Mädchen sowie ihre fünf erwachsenen Begleiter spannende und nachhaltige Einblicke in die Entwicklungsetappen unserer Erde bis ins 21. Jahrhundert.

Vorbei an einer Nachbildung eines Mammuts und vom Esel Paolo begrüßt, führte Gesine Häger vom Zoo Rostock die große Gruppe durch die Evolutionsausstellung. Ein kleiner Film, der den Urknall – die Entstehung der Erde – nacherlebbar machte, stimmte auf das Thema ein. In mehreren halbrunden Kojen konnten die Besucher die verschiedenen Etappen der Entstehung und Entwicklung des Lebens sehr anschaulich nachvollziehen. Staunend standen die Kinder vor den großen Aquarien mit den gepunkteten Wurzelmundquallen oder einem XXL-Becken: Es ist 10,5 Meter breit, 2,70 Meter hoch und 3,50 Meter tief. Rund sechs Tonnen wiegt das farbige Korallengestein in dem 60 Kubikmeter fassenden Tummelbecken für die mannigfaltigsten bunten Fische.

Highlight des Rundganges war für viele Teilnehmer der PaNak-Exkursion die Tropenhalle mit den Gorillas und Orang-Utans. Die Menschenaffen können auf einer naturnah gestalteten Fläche von rund 4000 Quadratmetern beobachtet werden. Im Vergleich dazu wirken die federleichten Zwergseidenäffchen mit einem Gewicht von 140 Gramm wie wahre Winzlinge.

Im Ausstellungsbereich über die kulturelle Evolution fanden die Parchimer Besucher schnell Anknüpfungspunkte an die gerade erst vor wenigen Tagen stattgefundene PaNak-Vorlesung: Annette Fox-Boyer von der Europäischen Fachhochschule Rostock hatte zum Einstieg ins Herbstsemester einen sehr farbig gestalteten Vortrag über den frühkindlichen Spracherwerb gehalten (SVZ berichtete). Wie viele „Lichtjahre“ zwischen dem Informationsaustausch von einst und heute liegen, verdeutlicht im Darwineum eine Steinscheibe, in die Zeichen geritzt wurden: „Wenn man will, eine Art Vorläufer unserer heutigen CD“, fand Gesine Häger einen anschaulichen Vergleich.

Der zweite Teil des Studienausfluges nach Rostock führte in die St. Marienkirche. Wolfgang Fehlberg von der Rostocker Universität lenkte den Blick der jungen Besucher u. a. auf die Orgel mit ihren 5700 Pfeifen, 83 Registern, vier Manualen und dem Pedal. Dann erlebten die PaNak-Exkursionsteilnehmer mit dem Besuch der astronomischen Uhr aus dem Jahr 1472 einen Moment, der einmalig bleiben wird: Denn nur noch bis zum 31. Dezember ist ein Blick auf die jetzige Beschriftung der Kalenderscheibe möglich, die seit 1885 bis zum 31. Dezember 2017 gilt. Die neue bereits angefertigte Beschriftung wird am 1. Januar 2018 angebracht und gilt bis zum Jahr 2150. Diese Aktion bildet zugleich den symbolischen Auftakt für das 800-jährige Stadtjubiläum von Rostock. Rostocks astronomische Uhr ist mehr als ein mechanisches Meisterwerk des Mittelalters: Sie gilt weltweit als einziges Exemplar, das noch mit den originalen Werken aus den 15. Jahrhundert funktioniert - und das ganz präzise. Mit viel Wissenszuwachs ging es zurück in die Eldestadt, wo Gisbert Kosan von der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim die Exkursionsteilnehmer wieder wohlbehalten absetzte. Diese sowie die vorangegangenen Exkursionen der Parchimer Nachwuchsakademie wurden möglich, weil das Land das Bildungsprojekt der Parchimer Nachwuchsakademie finanziell förderte.

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