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Friedrichsruhe : Auch den Lupinen fehlt die Sonne

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Ernte des Futters in Friedrichsruhe: Erträge unter den Vorjahresergebnissen. Nächste Woche beginnt Bestellung von Rapsfeldern.

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erstellt am 10.Aug.2017 | 20:45 Uhr

Regen gab es genug, doch die Sonne machte sich in den vergangenen Wochen rar. Das wirkt sich in diesem Sommer auch auf die Lupinenernte aus. Im vergangenen Jahr wurden von den Feldern der Landwirtschaftlichen Erzeuger- und Absatzgemeinschaft (LAG) Friedrichsruhe im Durchschnitt 26 Dezitonnen dieses Produkts geerntet. In diesem Jahr rechnet Landwirt Holger Rebert mit 16 bis 17 Dezitonnen. „Die Sonne spielt nicht mit“, so Rebert.

Die Friedrichsruher bauen erst seit dem Vorjahr Lupinen an. Mähdrescherfahrer Steffen Köster erntete in dieser Woche die 85 Hektar ab. Die Lupinen sind Ersatz für Soja als Kuhfutter. Die Friedrichsruher haben umgestellt, damit nur noch Futtermittel eingesetzt werden, an denen keine gentechnischen Veränderungen vorgenommen wurden. Sie füttern die Kühe mit Raps-, Lupinen-, Gersten- und Roggenschrot. Für die gentechnikfreie Milch zahlt die Molkerei einen kleinen Aufschlag.

Die starken Niederschläge der vergangenen Woche haben selbst den Friedrichsruhern mit ihren leichten Böden zu schaffen gemacht, sagt Rebert. „Die Befahrbarkeit der Böden ist eines der größten Probleme.“ Mehrere Tage konnte nicht geerntet werden.

Die Gerste und der Winterraps sind eingefahren. Die Gerstenernte war zufriedenstellend mit durchschnittlichen Mengen, erfuhr SVZ. Allerdings sei der Vollkornanteil zu gering. Die Gerste wird hauptsächlich als Futter eingesetzt.

Beim Raps, der noch im Frühjahr gut stand, hatten die Bauern auf höhere Erträge gehofft. Allerdings fehlte auch hier die Sonnenenergie, damit die Körner voll ausreifen konnten. 29 Dezitonnen wurden in diesem Jahr im Durchschnitt bei der LAG geerntet. Dabei liegt die eigene Zielvorgabe auf den Friedrichsruher Böden bei 35 bis 38 Dezitonnen.

Die Weizenernte läuft. „Von den Erträgen sieht es gut aus“, erklärt Rebert. Erst nach der Ernte steht allerdings fest, ob die Landwirte auch mit der Qualität zufrieden sein können. Ein Protein-Anteil von 13 Prozent muss erreicht werden, damit das Getreide als Brotweizen (A-Weizen) verkauft werden kann. Wenn der Wert nicht stimmt, gilt er nur noch als Futterweizen. Die Landwirte erhalten weniger Geld.

„Abgerechnet wird zum Schluss“, sagt deshalb auch Holger Rebert mit Blick auf das Wetter. „Wenn noch mehr Regen kommt, ernten wir nur noch noch Futterweizen.“

Die Bauern nehmen neben der Ernte aber auch schon wieder die Bestellung der Felder in Angriff. Ende nächster Woche, um den 17./18. August, sollen in Friedrichsruhe die Rapsfelder bestellt werden für die Ernte 2018.

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