Bauen in Parchim : Auch 2017 wird kräftig investiert

Das im Bau befindliche Mehrfamilienhaus am Exerzierplatz nimmt in diesen Tagen Farbe an.
Das im Bau befindliche Mehrfamilienhaus am Exerzierplatz nimmt in diesen Tagen Farbe an.

Städtisches Wohnungsunternehmen hat für das kommende Jahr zwei Millionenprojekte auf der Agenda

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26. Dezember 2016, 21:00 Uhr

Während das im Bau befindliche Mehrfamilienhaus in bester Lage am Exerzierplatz von Parchim in diesen Wochen kräftig Farbe annimmt, reifen beim Bauherren bereits weitere Neubauideen: Die Wobau Wohnungsbau GmbH Parchim möchte in naher Zukunft am Pestalozziweg ein anspruchsvolles Projekt verwirklichen: 2018/19 soll hier ein Haus mit Wohnungen für Mieter aller Generationen errichtet werden. Bereits im kommenden Jahr schafft das städtische Wohnungsunternehmen auf dem dafür vorgesehenen Grundstück Baufreiheit: Für 2017 ist der Abriss der Baracken, die zuletzt von einem Wohlfahrtsverband als Essenküche bzw. Unterkunft für Obdachlose genutzt wurden, vorgesehen.

Gartenstraße: Neue Balkone und Aufzüge

Für die kommenden zwölf Monate hat die Wobau zwei Millionenprojekte auf ihrer Agenda: Nutznießer sind zum einen die Mieter in der Gartenstraße 16-30. Die Gebäude werden mit Aufzugsanlagen ausgestattet und alle 80 Wohnungen erhalten neue Balkone. Bisher verfügte hier nur jede zweite Wohnung über einen Balkon. „Die Planungen sind inzwischen angelaufen“, sagt Wobau-Chefin Gerda Behrend. Und auch der Baustart ist für nächstes Jahr anvisiert. „Alle Mieter erhalten selbstverständlich rechtzeitig Bescheid, bevor die Arbeiten beginnen“, versichert die Wobau-Geschäftsführerin.

Nachdem das Unternehmen bereits in der Lübzer Chaussee und am Westring mit voll verglasten, geräumigen Balkonen bei ihren Mietern so richtig punkten konnten, wird dieses Konzept nun auch in der Gartenstraße umgesetzt. Die Gesamtinvestitionssumme für die Arbeiten an diesem Standort werden mit ca. 1,7 Millionen Euro veranschlagt.

Weitere 1,1 Millionen Euro sind im Wirtschaftsjahr 2017 für das Giebelhaus am Alten Markt fest eingeplant: Wie bereits berichtet wird das Wohnungsunternehmen das historisch bedeutsame Gebäude sanieren. Noch vor dem Weihnachtsfest wurde für dieses Vorhaben eine entscheidende Weiche gestellt: Vor wenigen Tagen erwarb die Wobau das Giebelhaus und die angrenzenden Flächen von der Stadt. „Das wird ein sehr gutes Projekt. Doch um so etwas auf die Beine zu stellen, braucht es einen langen Atem. Ich empfand die Zusammenarbeit mit dem Bauamt und dem Bürgermeister als ausgesprochen konstruktiv“, lobt die Wobau-Chefin.

Müsste Gerda Behrend ihr Arbeitsjahr 2016 mit einem Begriff zusammenfassen, würde sie dafür das Wort „aufregend“ wählen. Vor allem der Neubau am Exerzierplatz hatte es in sich: Mit dem Erdaushub kamen ungeahnte Mengen an Müll, Schrott und anderen Dingen zum Vorschein, die nicht nur die Entsorgungskosten in die Höhe schnellen ließen, sondern auch mächtig am Zeitplan kratzten. Der sehr frühe erste Kälteeinbruch zog Verzögerungen bei den Arbeiten an der Außenfassade nach sich, so dass auch der Kran länger als geplant stehen bleiben musste.

„Wir haben auf dieser Baustelle wirklich tolle Firmen, die versuchen, das Möglichste möglich zu machen, damit wir die mittlerweile fünf Wochen Verzögerung irgendwie kompensiert bekommen“, lobt die Wobau-Chefin. Großer Stichtag ist am 31. Mai 2017: Dann soll das Haus mit 20 schicken Wohnungen einschließlich Außenanlage fertig sein. Die ersten Mieter dürfen ihre Wohnungsschlüssel voraussichtlich zum 1. Juni in Empfang nehmen.

Sehr zufrieden ist die Wobau-Chefin mit dem Verlauf der Arbeiten in Marnitz: Hier hat das Unternehmen in diesem Jahr zwei Wohnblöcke im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Viel Spaß habe ihr dabei auch die Zusammenarbeit mit dem Marnitzer Bürgermeister Hans-Jürgen Buchholz gemacht. In diesem Monat wurden nun die neu gestalteten Parkplätze übergeben: Mit dem ersten Tag im neuen Jahr kann jeder Mieter dann auch seinen persönlichen Parkplatz vor der Haustür nutzen. Der ebenfalls von der Wobau angelegte Spielplatz hat längst seine Feuertaufe bei den jüngsten Dorfbewohnern bestanden. Die Wobau hat in diesem Jahr extra einen Hausmeister eingestellt, der in Marnitz beheimatet ist und dafür sorgt, dass die Bewohner lange Freude an dem neu gestalteten Umfeld haben.

Mit fühlt Gerda Behrend mit ihren Mietern in der Parchimer Cordesiusstraße 37. Dass es auch in diesem Jahr durch unglückliche Umstände nicht gelungen ist, den Anbau des Aufzuges zu vollenden, liegt ihr schwer im Magen. Zehn Familien müssen einen umständlichen provisorischen Hauseingang nutzen, um in ihre Wohnungen zu gelangen. „Das war so nicht geplant. Wir möchten uns dafür ausdrücklich entschuldigen und uns für das entgegengebrachte Verständnis bedanken“, unterstreicht die Wobau-Chefin.

Abrissarbeiten auf dem Brook

Zu den Projekten, die auf der Vorhabenliste des Wohnungsunternehmens für 2017 stehen, gehört auch das Areal an Parchims ältester Straße: „Die Planungen für das Brook-Quartier schreiten voran“, bekräftigt Gerda Behrend. Im kommenden Jahr rücken hier die Abrissbagger an: Mit dem Abriss alter Lagerhallen und eines ehemaligen Eiskellers sollen erste Tatsachen für die Umgestaltung des Quartiers zu einer angesagten Wohnadresse am Wasser geschaffen werden. Dieses herausragende städtebauliche Vorhaben mit ihrem Team zum Laufen zu bringen, ebenso wie die Projekte Giebelhaus und Pestalozziweg hat sich die Wobau-Geschäftsführerin auf ihre ganz persönliche Agenda für die nächsten zweieinhalb Jahre gesetzt, bevor für sie 2019 die Zeit nach einem aufregenden Arbeitsleben beginnt.
 
 

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