Arbeitslosenzahlen : Arbeitsmarkt stabil

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Geringfügiger Rückgang. 42 Prozent der Arbeitslosen älter als 55 Jahre

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01. November 2018, 10:30 Uhr

„Auch wenn es nur einen geringfügigen Rückgang der Arbeitslosenzahlen gibt, so haben wir mit 6,7 Prozent den niedrigsten Stand seit Jahren“, sagt Dennis Mundt von der Parchimer Geschäftsstelle der Arbeitsagentur. In den Regionen Parchim und Sternberg sind mit Oktoberende 1431 Frauen und Männer ohne Job, das ist ein Minus von 20 Personen. Während es im Rechtskreis III (Arbeitslosengeld) einen minimalen Rückgang von sechs Personen gibt, sind es im Rechtskreis II (Unterstützung Hartz IV) 14 Personen.

Auffallend ist, dass es im Bereich des Rechtskreises III es mit 41,8 Prozent einen sehr hohen Anteil älterer Menschen gibt, die ohne Job sind. Von den 435 Personen insgesamt sind es immerhin 182, dagegen sind es bei den unter 25-Jährigen mit 37 Personen 8,5 Prozent. Die Zahl der freien Stellen sinkt von Monat zu Monat. Im Oktober wurden 291 freie Stellen gemeldet, ein Rückgang um 27 Stellen. „Allerdings wünschen wir uns eine noch bessere Zusammenarbeit mit Arbeitgebern in Sachen der Meldung freier Stellen. Nur wenn wir den echten Bedarf kennen, können wir zielorientiert beraten und entsprechend des Bedarfs qualifizieren“, sagt Mundt.

Als eine weiterhin sehr gute Art der Arbeitsaufnahme sieht der Arbeitsmarktexperte die Einstiegsqualifizierung. Hier können Interessierte in einem Betrieb zeigen, was sie können und zugleich die Berufsschule besuchen. Bei entsprechender Eignung kann dies in einen Ausbildungsvertrag münden und die Zeiten im Betrieb und der Berufsschule werden anerkannt. Etliche Stellen auf dem Arbeitsmarkt sind vor allem in der Region Parchim/Sternberg zu besetzen und „man muss daher nicht pendeln“, sagt Mundt und verweist auf 33 Stellen, die im Gesundheits- und Pflegebereich zu besetzen sind. So werden neben Altenpfleger beispielsweise auch Sozialpädagogen und Physiotherapeuten gesucht. Auf dem Sektor der Landwirtschaft sind es vor allem Stellen in der Tierproduktion wie Melker, die in der Region zu besetzen sind. Auch im öffentlichen Dienst werden etliche Mitarbeiter demnächst aus Altersgründen ausscheiden und so werden in diesem Bereich Stellen frei. „Verwaltungsangestellte haben daher gute Chancen“, sagt Mundt.

 

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