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Parchimer Zeitung

24. November 2017 | 23:31 Uhr

Parchim : Arbeit und Familie: Das passt

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Aktionstag für Familien im Parchimer Kreistagssaal: Unternehmen werben um Fachkräfte durch Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz.

svz.de von
erstellt am 09.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Familien- und Arbeitsleben unter einen Hut bringen, für viele Menschen stellt ein solcher Spagat eine Herausforderung dar. Nicht selten bleibt zur Erziehung des Nachwuchses ein Elternteil erwerbslos. Andererseits bedeutet das für viele regionale Unternehmen ein Ausbleiben potenzieller Mitarbeiter, da ihr Arbeitsumfeld als nicht „familienfreundlich“ gilt. Ferner wandern junge Menschen ab, um woanders Karriere und Familie zu planen.

Erwerbs- und Privatleben zu Gunsten von Arbeitnehmer wie -geber miteinander verknüpfen, diese Devise verfolgt das Jobcenter Ludwigslust-Parchim und veranstaltete am Mittwoch zusammen mit der Agentur für Arbeit Schwerin im Kreistagssaal in Parchim einen „Familien-Aktionstag“. Unter dem Motto „Tag der Familie - Einstellungssache! Jobs für Eltern“ informierten sich Besucher an 23 Themenständen über Stellenangebote, Bewerbungstipps, Weiterbildungen, den beruflichen Wiedereinstieg und Kinderbetreuung. Hier standen Fachleute und Vertreter regionaler Unternehmen parat, um beim Thema Arbeit und Familie Hilfe anzubieten. Zumeist in Begleitung ihrer Schützlinge, ließen sich Eltern über Stellen- und soziale Unterstützungsangebote beraten. „Wir wollen eine ungezwungene, neutrale Atmosphäre und vielseitige Angebote schaffen. Neben Stellenangeboten sollen Interessierte auch soziale Beratungsmöglichkeiten bekommen, wie zum Thema Gesundheit und Kindertagesbetreuung“, sagte Petra Weis, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Jobcenter Ludwigslust-Parchim.

Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz bedeutet in erster Linie flexibles Zeitmanagement. Weis betonte: „Jeder Betrieb sollte dazu bereit sein, bei den Arbeitszeiten flexibel zu sein,wenn es um das Halten guter Mitarbeiter geht. Die Unternehmen merken allmählich, dass sie nur gute Fach- und Hilfskräfte bekommen, wenn sie Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz umsetzen“. Neben Zeit spiele auch Mobilität eine Rolle, da teilweise kein Führerschein oder familieneigener PKW gegeben sei, fügte sie hinzu.

An den Infoständen vertreten war auch Renate Oeding von der Wirtschaftsförderung Südwestmecklenburg mbH (WiföG): „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist allgemein zum Thema auf dem Arbeitsmarkt geworden. Viele Unternehmen begriffen bereits, gute Arbeitskräfte gewinnt man durch individuelle Angebote wie Kindertagesbetreuung, Elternzeit und Angehörigenpflege“. Gerade junge Menschen seien ambitioniert einen familienfreundlichen Arbeitgeber zu finden. Berufliches mit Privatem zu vereinbaren, sei vor der Gehaltsfrage ein wichtiges Argument für den Jobeinstieg, so Oeding.

 

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