An Verbreitern des Schutzstreifens an Gewässern ist nicht gedacht

Die Löcknitz bei Ziegendorf.
Die Löcknitz bei Ziegendorf.

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04. März 2014, 10:49 Uhr

Flussmuschelexperte Uwe Jueg, der die Bestände der vom Aussterben bedrohten Kleinen Flussmuschel (Unio Crassus) an der Ziegendorfer Löcknitz beobachtet, sieht es als kritisch, dass der Schutzstreifen an den Gewässern in Mecklenburg-Vorpommern von sieben auf einen Meter reduziert wurde (SVZ berichtete am 4. März).

SVZ fragte nach: Ist daran gedacht, die Schutzstreifen an den Gewässern wieder auszuweiten? „Nein, in Mecklenburg-Vorpommern ist derzeit nicht an eine generelle Ausweitung des Gewässerrandstreifens gedacht“, erklärte Constantin Marquardt, Pressesprecher im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. Da Gewässerrandstreifen - in ihrer Funktion als Gewässerentwicklungsstreifen - eine wichtige Rolle für die Strukturgüte (Beschattung), das Selbstreinigungsvermögen und damit für die ökologische Gewässerqualität spielen, sollen aber künftig Gewässerrandstreifen in einer Breite von neun bis maximal 30 Meter als Agrarumweltmaßnahme gefördert werden, teilt der Sprecher mit. An die Förderung für die Landwirtschaftsbetriebe sind Auflagen hinsichtlich der Düngung und des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln gebunden. Auch die Umwandlung von Acker in Dauergrünland soll in Gewässerentwicklungskorridoren gefördert werden, heißt es aus dem Mininsterium. Damit soll die typspezifische Entwicklung des Gewässers unterstützt werden. Diese Maßnahme könne auch dem Schutz der Bachmuschel zu Gute kommen.

Die Düngeverordnung enthalte unterschiedliche Regelungen zur Einhaltung eines ausreichenden Abstandes bei der Ausbringung von Düngemitteln, damit ein direkter Eintrag in Oberflächengewässer vermieden wird. Die Bestimmungen seien ausdifferenziert nach der Hangneigung, der Einbringungstechnik sowie den angebauten Kulturen, teilt Constantin Marquardt mit.

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