An Katastrophe vorbei geschlittert

Die Unfallstelle in der Nacht. Fotos: Michael-Günther Bölsche
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Die Unfallstelle in der Nacht. Fotos: Michael-Günther Bölsche

Ein schwerer Unfall sorgte in der Nacht zum Dienstag auf der B 191 Ortsausgang Parchim in Richtung Rom für eine stundenlange Vollsperrung. Ein polnischer Sattelzug mit Gefahrgut an Bord war verunglückt.

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24. März 2009, 05:35 Uhr

Rom - Als gegen 3.30 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Parchim alarmiert wurde, ahnten die Kameraden nicht, dass ihnen ein stundenlanger Einsatz, zum Teil unter Atemschutz, bevorsteht.
Auf der B 191 war einige Hundert Meter hinter dem Ortsausgang von Parchim in Richtung Rom ein polnischer Sattelzuglaster nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Dabei riss der Auflieger von der Zugmaschine ab und kippte seitlich auf den angrenzenden Acker. Die Zugmaschine stieß gegen einen Baum und kam erst kopfüber zum Stehen.

Die Rettungskräfte mit Notarzt Dr. André Bläser konnten den 24-jährigen Fahrer aus dem Fahrzeug retten. „Er war nicht ansprechbar und musste mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Plauer Klinikum eingeliefert werden“, so der Arzt vor Ort.

Da eine weitere Person im Lkw vermutet wurde, suchten die Einsatzkräfte unter anderem mit einer Wärmebildkamera. Doch dieser Verdacht bestätigte sich nicht. Ein weiteres Problem war die Ladung, die nach ersten Einschätzungen umweltgefährdend und brennbar sein sollte. So wurden der Gefahrguttrupp aus Parchim und der Dekontaminationstrupp aus Lübz alarmiert. Erst nachdem Zoll und Polizei die Unfallstelle frei gaben, konnte mit dem Aufräumen begonnen werden. Die Einzelteile des Lasters wurden geborgen und die Kameraden der Feuerwehr entluden das Gefahrgut. Es handelte es sich um Pflanzenschutzmittel. Vermutlich bis zu 200 Liter sollen ausgelaufen sein. Erdreich wurde aufwändig abgetragen. Die Sperrung der B 191 dauerte am frühen Abend noch an.

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