Parchim : Alternative klotzen für ihren Treff

Maikel Reetz, Tischlermeister beim Jugendförderverein Parchim-Lübz (r.) koordiniert die freiwilligen Arbeitseinsätze auf dem Gelände der Alternativen. Fotos: Christiane Großmann
Maikel Reetz, Tischlermeister beim Jugendförderverein Parchim-Lübz (r.) koordiniert die freiwilligen Arbeitseinsätze auf dem Gelände der Alternativen. Fotos: Christiane Großmann

In diesen Tagen Baustart für Sanierung des Vereinsgebäudes am Schwarzen Weg. Verein steht zu seinem Wort in Sachen Eigenleistung

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21. Mai 2017, 23:07 Uhr

Baustart für die Sanierung des Vereinsgebäudes der Alternativen am Schwarzen Weg: Am heutigen Montag beginnen die Abbrucharbeiten mit der Beräumung des Geländes und dem anschließenden Teilrückbau des Bestandsgebäudes, das sich um etwa ein Drittel verkleinert. Mitstreiter und Sympathisanten des Vereins haben gute anderthalb Wochen lang inklusive Wochenende schwer geschuftet, um in dem bruchfälligen Gebäude Baufreiheit zu schaffen: Mobiliar, Türen, Bodenbelag, Fenster, Leitungen, Rohre, Heizungen – alles ist inzwischen raus.

Gleichzeitig wurden die Scheune und das Außengelände systematisch „durchkämmt“. Unglaublich, was die Sonne alles an Sperr-, Haus- und sogar Sondermüll zutage brachte. Der Verein möchte in diesem Zusammenhang jedoch keinen falschen Eindruck auf sich sitzen lassen: „Wir sind nicht die Verursacher dieser ganzen Hinterlassenschaften.“

Koordiniert wurden die freiwilligen Arbeitseinsätze von Maikel Reetz, Tischlermeister beim Jugendförderverein Parchim-Lübz. Dieser Verein wurde von der Stadt mit der Abwicklung der Sanierung beauftragt, die mit Fördermitteln in Höhe von 339 300 Euro aus dem Leader-Programm überhaupt erst machbar geworden ist (SVZ berichtete). Die Stadt beteiligt sich mit ca. 37 700 Euro an dem Projekt. Die Alternativen hatten sich bereit erklärt, Eigenleistungen in einem Gegenwert von etwa 20 000 Euro zu erbringen. Dass sie nun zu ihrem Wort stehen, hat Maikel Reetz in den zurückliegenden beiden Wochen live erlebt: „Man sieht, dass sie echt froh sind, dass hier was passiert und dass das eine einmalige Chance für ihren Verein ist. Es ist wirklich ein gutes Zusammenarbeiten, da wird nicht gemeckert“, bekräftigt Maikel Reetz.

Auch Maren Niemann vom Bauamt der Stadtverwaltung war ziemlich beeindruckt, mit was für einer guten Vorarbeit die Alternativen auf der Bauberatung am Donnerstag vergangener Woche punkten konnten, damit die Fachfirmen nahtlos loslegen können. Voraussichtlich ab 6. Juni kann auch mit der Demontage des Dachstuhls begonnen werden. Alles in allem sollen die Bauarbeiten im Oktober abgeschlossen sein. „Da freut man sich, wenn es vorwärts geht“, findet Christian, der momentan jeden Tag zum Schwarzen Weg kommt, um zu helfen. Nachdem er fünf Jahre lang als „ehrenhaftes“ Mitglied unverbindlich bei den Alternativen mitmachte, ist er seit Ende 2016 nun ganz offiziell dabei und inzwischen 2. Vorstandsvorsitzender. Gemeinsam mit Vereinschefin Sissy ist er sich einig: „Das hier hat Potenzial, dafür lohnt es sich, was zu machen.“

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