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Parchimer Zeitung

23. September 2017 | 14:53 Uhr

Wald bei Slate : Alte Panzerhalle fällt

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Abriss von Hinterlassenschaft der russischen Armee mitten im Wald bei Slate

von
erstellt am 15.Feb.2017 | 15:35 Uhr

Die Natur hat bereits ganze Arbeit geleistet. Mitten im Wald östlich von Slate ist ein riesiger Betonbau hinter Kiefern fast verschwunden. Schilder weisen Spaziergänger in die Grenzen, dass dieses Areal nicht betreten werden darf. Seit einigen Tagen ist hier Leben eingezogen. „Eine der letzten Hinterlassenschaften der russischen Armee wird nun abgerissen“, sagt Oberförster Danilo Klaus. Als Chef der Stadtforst ist er für einen Teil dieses „Erbes“ mitverantwortlich.

Obwohl es sich um eine Panzerhalle handelt, die bis Anfang der 1990er Jahre vom Verband des  21. MotSchützenregimentes der russischen Armee genutzt wurde, das Jahrzehnte im Raum Parchim stationiert war, müssen die Eigentümer des Grundstücks nun die Folgen tragen.

Die russischen Soldaten wollten sich im Mauerwerk der Panzerhalle verewigen. Doch nun wird alles Schutt.
Wolfried Pätzold
 

Mitten durch die Halle mit massivem Betonboden und Wellasbestdach verläuft die Grenze zwischen Stadt- und Bundesforst. „Das bedeutet für uns, dass wir auch einen stattlichen Teil der Abrisskosten tragen müssen. Es geht um mehrere zehntausend Euro, die sich im Haushalt der Parchimer Stadtforst niederschlagen“, bedauert Danilo Klaus die Situation.

Ein Abbruchunternehmen mit Niederlassung  in der Region hat eine entsprechende Ausschreibung für sich entschieden. Schon im Frühjahr soll das gesamte Gebäude und auch die massiven Betonfundamente verschwunden sein. Demontiert und in Spezial-Big-Bags verpackt wurden bereits die Asbestplatten.

Wenn sich  Oberförster Danilo Klaus vor Ort ein Bild macht, schlagen zwei Herzen in seiner Brust. Zum einen schmerzen die Kosten zu Lasten der Stadtforst. Aber groß ist auch seine Freude, dass die Natur hier wieder die Oberhand gewinnt. Nach der Sanierung des Bodens sollen hier zeitnah Bäume gepflanzt werden. In nur wenigen Jahren dürfte es keine Spuren von der militärischen Nutzung des Geländes mehr geben. Verschwunden sind dann auch die Inschriften der russischen Soldaten im Mauerwerk. 

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