Friedrichsruhe : Alte Grenzen mitten im Dorf

Bürgermeister Uwe Kröger am Ortseingang von Neu Ruthenbeck
Bürgermeister Uwe Kröger am Ortseingang von Neu Ruthenbeck

20 Jahre nach der Gebietsreform: Nachbarn in Neu Ruthenbeck mit unterschiedlichen Wassergebühren, Schulen und Vorwahlen

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29. Juli 2014, 15:55 Uhr

Ein Dorf – zwei Telefonvorwahlnummern, zwei Postleitzahlen, zwei Wasserpreise. 20 Jahre nach dem Zusammenschluss von Teilen des früheren Kreises Schwerin-Land mit Parchim sind in der Gemeinde Friedrichsruhe die alten Grenzen immer noch nicht überwunden. Er erwarte Unterstützung bei der Anpassung, sagt Bürgermeister Uwe Kröger.

Kröger steht an der Einfahrt des Ortsteiles Neu Ruthenbeck von Parchim aus und verdeutlicht das Dilemma: Das erste Haus links gehörte zum Kreis Parchim, der unmittelbare Nachbar auf der gleichen Straßenseite zu Schwerin. Auf der rechten Seite ist wieder altes Parchimer Gebiet. Richtung Crivitz wechseln erneut die alten Grenzen. Hier stoßen bis heute die Einzugsbereiche von Verbänden, Polizeirevieren sowie unterschiedliche Zustellbezirke und Telefonnetze aufeinander.

Wer in Neu Ruthenbeck mit seinem Nachbarn auf der anderen Seite der Straße telefonieren will, führt auf Grund unterschiedlicher Vorwahlen ein Ferngespräch, erklärt Kröger. Angesichts der heutigen Tarife sei das zwar kein Problem mehr, bei der Versorgung mit schnellem Internet aber schon. Die Anwohner mit Ortsnetz Crivitz erhalten die Breitbandversorgung (DSL) über Festnetz, die mit Ortsnetz Kladrum nicht, obgleich die Leitung an ihren Häusern vorbei führt. Dieser Nachteil konnte ein wenig ausgeglichen werden, seitdem das schelle Internet auch über Funk (LTE) zur Verfügung steht.

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