Begegnungsstätte Mestlin : Alte Fliesen und Geschichten

Rentner renovieren einen Teil der Begegnungsstätte, im kleinen Raum wurden die Tapeten von der Wand und die Auslegware vom Boden entfernt. Zum Vorschein kamen die alten Fliesen aus der Konsum-Zeit, hier war früher der Fleisch- und Wurststand.
Rentner renovieren einen Teil der Begegnungsstätte, im kleinen Raum wurden die Tapeten von der Wand und die Auslegware vom Boden entfernt. Zum Vorschein kamen die alten Fliesen aus der Konsum-Zeit, hier war früher der Fleisch- und Wurststand.

Bei Renovierung in Erinnerungen geschwelgt

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30. November 2015, 16:44 Uhr

Seit vielen Jahren wird die Begegnungsstätte am Mestliner Marx-Engels-Platz rege genutzt. Seien es die ein oder andere Familienfeier oder die Treffs verschiedener Vereine und Gruppen. Zu den regelmäßigen Nutzern gehören unter anderem der Mestliner Kulturverein e.V. oder auch die Kartenspieler, die sich wöchentlich hier treffen. Doch im Laufe der Jahre hat die Nutzung ihre Spuren hinterlassen und so wurde im Kulturverein die Frage nach einer Renovierung diskutiert.

„Der Raum gehört der Wohnungsgesellschaft und die Gemeinde zahlt die Betriebskosten, so dass wir relativ kostengünstig die Räumlichkeit nutzen können“, erzählt Lotte Hansen, die Kulturvereinsvorsitzende und greift wieder zum Besen. Mit weiteren Mitgliedern und Helfern wie Bärbel Hitz, Ingrid Seidel oder auch Walter Groß und anderen rückte man einem kleinen Raum zu Leibe.

Die Überraschung war groß, als die Tapeten entfernt wurden, denn da waren plötzlich alte grüne Fliesen sichtbar und damit wurden plötzlich die Erinnerungen wach. Dieser Teil der einstigen Konsum-Lebensmittelverkaufsstelle war der Bereich für Fleisch- und Wurstwaren.

Brigitte Biedermann, Ingelore Bohnet und Elfriede Schellin gehörten einst zu diesem Bereich und man erinnerte sich an die flotten Sprüche der Verkäuferinnen, angesichts mancher damaliger Versorgungsengpässe.

Auch der Durchgang zu den sanitären Anlagen und die Toilettenräume werden einer Renovierung in Eigeninitiative der Senioren unterzogen.

Zeitlich passte es ganz gut, denn da in diesen Tagen auch die Sperrmüllabfuhr stattfand, konnten etliche Dinge gleich entsorgt werden. Ob zum Weihnachtsfest diese Räume wieder in neuem Glanz erstrahlen werden, ist noch nicht sicher, aber gemeinsam hofft man darauf.

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