Hygieneinspektorinnen bescheinigen gute Wasserqualitäten : Alles "klar" an hiesigen Badestränden

<fettakgl>Sommer, Sonne, Ferien </fettakgl>- Michael und Jan-Erik  sind  gern im Bad am Wockersee. Die Qualität des Wassers  ist abgesehen  von ein paar harmlosen Makroalgen, völlig in Ordnung.
Sommer, Sonne, Ferien - Michael und Jan-Erik sind gern im Bad am Wockersee. Die Qualität des Wassers ist abgesehen von ein paar harmlosen Makroalgen, völlig in Ordnung.

Schon zweimal in dieser Saison haben Sigrun Jentz und Sylvia Kraeplin die hiesigen Badestrände untersucht. Für 44 Badestrände im Altkreis Parchim sind die beiden Hygieneinspektorinnen des Landkreises zuständig.

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02. Juli 2012, 05:52 Uhr

Parchim | Schon zweimal in dieser Saison haben Sigrun Jentz und Sylvia Kraeplin die hiesigen Badestrände untersucht. Turnusmäßig auf E. coli und Intestinale Enterokokken. Beides sind in aller Regel harmlose Bakterien, die im Darm von Mensch und Tier vorkommen. Beides sind deshalb aber auch Indikatoren für fäkale Verunreinigungen des Wassers. Sind diese zu hoch, muss eingeschritten werden. "Momentan ist ist an unseren Stränden alles prima, die Wasserqualität ist sehr gut", sagt Sigrun Jentz und freut sich. Schließlich ist gerade Ferien - und Urlaubszeit und endlich auch herrlichstes Badewetter. Da kann man Strandsperrungen gar nicht gebrauchen.

Für 44 Badestrände im Altkreis, die gleichzeitig als Touristen-Magneten gelten, sind die beiden Hygiene in spektorinnen des Landkreises zuständig. Alle vier Wochen müssen sie sie beproben. So schreibt es die Badegewässerlandesverordnung vor. Und so wird es gemacht. Die letzten Werte sind vom 12. Juni, schon in der kommenden Woche sind beide Hygieneinspektorinnen also wieder unterwegs. Dass sich die gemessenen Werte dramatisch geändert haben könnten, davon ist nicht auszugehen.

Tatsächlich schreibt die Landesverordnung vor, müsste der Landkreis als zuständige Behörde ganz schnell aktiv werden, sofern die vorgegebenen Maßnahmewerte erreicht sind. Das sind bei E. coli 1008 KbE/ml, bei Intestinalen Enterokokken 700 KbE/ml. "KbE/ml" ist die Einheit für die mikrobiologische Gesamtkeimzahl und steht für die "Koloniebildende Einheiten je Milliliter". "Werden diese Grenzwerte erreicht", so Sylvia Kraeplin, "müssten wir sofort raus, nochmals Proben nehmen, den Badestrand sperren und der jeweiligen Ursache für die massive Belastung auf den Grund gehen." Doch beide Frauen können in diesen Tagen gelassen sein. An den hiesigen Badestränden ist alles "klar".

Einzige Ausnahme - wie schon im vergangenen Jahr - ist das Strandbad in Plau am See. Seit Wochen lassen sich hier wieder Scharren von Graugänsen nieder, was natürlich nicht ohne Spuren bleibt - sowohl im Wasser, als auch im Schilf und noch schlimmer, weil offensichtlicher, auf der Steganlage. Dennoch, auch hier sind die gemessenen Bakterien-Einheiten weit unterhalb der zulässigen Grenzwerte, liegen bei 122 KbE/ml. "Baden ist also aus rein fachlicher Sicht überhaupt kein Problem", schätzt Sylvia Kraeplin ein. Ein ästhetisches, das danach schreit, aus dem Weg geräumt zu werden, ist es sehr wohl. Ansonsten werden womöglich weitere Urlauber ihre Konsequenzen ziehen, und dem schönen Flecken vielleicht auf immer den Rücken kehren.

Weniger problematisch, bei Auftreten allerdings auch nicht schön und von jedermann toleriert, sind die Makroalgen, die sich in diesen Tagen auch am Wockerseebad aufbauen. Prinzipiell finden die sich in allen natürlichen Gewässern, sagt Sigrun Jentz. "Was zwar nicht schön aussieht, aber nicht gesundheitsschädigend ist." Wen das Grün also nicht stört, der kann auch weiterhin ohne Bedenken baden. Allerdings sollte man hinterher unbedingt duschen. Anders bei Blaualgen, die eigentlich keine Algen, sondern Bakterien sind und bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen auslösen können. Im vergangenen Jahr hatte das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung deshalb die Badestelle in Langenbrütz für einige Tage komplett sperren müssen.

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