Parchim : Alle zwei Tage ein Einbruch

Laubenbesitzer Alfred Grigat sichert seinen Garten mit schwerem Gerät
Laubenbesitzer Alfred Grigat sichert seinen Garten mit schwerem Gerät

Was die „Gartenfreunde Parchim“ den Gärtnern raten.

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09. März 2018, 05:00 Uhr

In den Kleingartenanlagen des Landkreises Ludwigslust-Parchim sind immer wieder Diebe unterwegs. Sie nutzen die dunkle Jahreszeit für Beutezüge, schauen sich in den Gärten um. Was rät die Polizei? Wie können sich die Laubenbesitzer versichern? Was unternehmen Kleingärtner, um sich zu schützen? Wie geht der Verband damit um? Diese Fragen wollen wir in unserer aktuellen Wochenserie nachgehen. Heute gibt Michael-Günther Bölsche Auskunft, der Vorsitzende des Regionalverbandes der Gartenfreunde Parchim.

Alle zwei Tage wurde im vergangenen Jahr in die Gärten im Landkreis eingebrochen. So rechnet es Michael-Günther Bölsche vor. Zumindest nach Statistik der Polizei. In seinem Regionalverband seien in 2017 sieben Fälle gemeldet worden. Verteilt auf die 1201 Parzellen in Parchim, die sich in dem Regionalverband „Gartenfreunde Parchim“ zusammenschließen, eine geringe Zahl. In Lübz waren es vier bis fünf, so genau könne er das nicht sagen. „Wir kriegen aber nicht alle mit“, sagt er. Nicht jeder Einbruch würde gemeldet. Unter anderem auch, weil nicht jede Laube versichert worden ist. „Manche sagen sich, für die zwei oder drei Jahre lohnt es nicht mehr. Oder es ist ihnen zu teuer.“ Da die „Gartenfreunde Parchim“ nicht im Landesverband vertreten sind, empfehlen sie ihren Mitgliedern eine Versicherung bei der Feuersozietät. „Die bieten drei Laubenversicherungen an. Wenn es kracht, ist man geschützt.“ Von den 1201 Parzellen des Regionalverbandes in Parchim, sagt er, seien etwa 100 mit einer der drei Versicherungen versehen.

Die Tipps, die Michael-Günther Bölsche seinen Gartenfreunden gibt, ähneln denen der Polizei: die Gartenlaube vor allem in den dunklen Monaten ordentlich schützen – raus mit den teuren Geräten, den Fernsehern, den Werkzeugen, den Wertgegenständen und das ganze ordentlich verschließen. Und wenn es doch einmal zum Einbruch kommt, sollte dieser bei der Polizei gemeldet werden. „Wir haben Fälle gehabt, die wurden wegen der Fingerabdrücke dann drei, vier Jahre später aufgeklärt.“ Jedes Jahr im Herbst bietet der Verband zudem eine Beratungsstunde für ihre Mitglieder an. Auch mit der Polizei gab es schon Veranstaltungen. Und zu dem Thema mit dem Kameras. Michael-Günther Bölsche sagt, das könne die Einbrecher auf den Trichter bringen, es dort einmal zu versuchen. Nach dem Motto: Da gibt es etwas zu holen. „Eine Gartenlaube ist aber kein Eigenheim.“

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