Immer voller Ideen : Aktivsein ist ihr Jungbrunnen

Gisela Strenzke begeht am Sonntag ihren 70. Geburtstag
Gisela Strenzke begeht am Sonntag ihren 70. Geburtstag

Gisela Strenzke engagiert sich seit vier Jahrzehnten für das Wir-Gefühl in Spornitz

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25. Juni 2016, 00:02 Uhr

Ständig in Bewegung, immer optimistisch, stets voller Ideen und für ihre Mitmenschen da – so kennen die Spornitzer Gisela Strenzke. Müßiggang? Für die agile Rentnerin unvorstellbar! Dass die Geburtstagsfeier kürzlich zum 30-jährigen Jubiläum des Spornitzer Dorfchores ein für alle Mitwirkenden unvergesslich schönes Erlebnis bleibt, ist ganz besonders auch ihrem Engagement und ihrem Gespür fürs Detail zu verdanken. Sie selbst ist seit 28 Jahren Chormitglied und voller Freude dabei. Schier grenzenlos ist ihre ansteckende Begeisterung für die fünfte Jahreszeit: Seit 1978 gehörte Gisela Strenzke zu den aktivsten Mitstreitern des Spornitzer Karnevals, denn sie stand nicht „nur“ in der Bütt, sondern leitete eine Kinder- und eine Frauentanzgruppe sowie zwölf Jahre lang das Männerballett. Mehr als zehn Jahre führte sie außerdem Regie für die märchenhaften Programme zum Kinderkarneval, bei denen sich um die 150 fröhliche Faschingsgeister im Saal tummelten. Bis 2014 stand Gisela Strenzke noch aktiv auf der Bühne und in diesem Jahr noch einmal anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des Spornitzer Karneval Vereins. Ihr schauspielerisches Talent zeigt die Spornitzerin mittlerweile im elften Jahr in der plattdeutschen Theatergruppe „Pingelhof-Späldeel“, die auf der historischen Hofanlage in Alt Damerow ihre Heimstatt hat. „Das macht so viel Spaß und Freude. Ich möchte diese Truppe einfach nicht mehr missen“, schwärmt Gisela Strenzke. Der Trubel ist ihr Jungbrunnen, das Wort „Ruhe“ kommt in ihrem Wortschatz nicht vor: Das Haus, der schöne Garten sind stets offen für Familie, Freunde, Mitstreiter aus Vereinen. Sie pflegt intensive Kontakte zu früheren Weggefährten und ehemaligen Kolleginnen: Gisela Strenzke hat 37 Jahre in Schwerin und Spornitz als Kindergärtnerin bzw. Erzieherin gearbeitet.

Die Tatkraft von Gisela und Günter Strenzke, ihre Hilfsbereitschaft und ihre Verdienste für Spornitz fanden im vergangenen Jahr eine ganz besondere Würdigung: Das Ehepaar erhielt die Ehrenbürgerschaft von Spornitz. „Ich habe mich so sehr mit ihnen gefreut“, sagt Maria Esch, die über Jahrzehnte hinweg hautnah miterlebte und sogar als Ortschronistin dokumentierte, wie Strenzkes sich für das Wir-Gefühl im Dorf engagiert haben. Günter Strenzke (74) ist hier aufgewachsen und zur Schule gegangen, für Gisela Strenzke ist Spornitz seit 40 Jahren Familienmittelpunkt. Drei Kindern schenkten sie das Leben. Voller Stolz verfolgen sie, wie bereits ihre Enkelkinder nun mit 27, 26, 13, 12 und 11 Jahren ihre eigenen Wege gehen und ihre Hobbys leben: den Fußball, die Musik und den Tanzsport. Im Januar erblickte das erste Urenkelkind das Licht der Welt.

Müßiggang? Für Gisela Strenzke auch künftig unvorstellbar. Gemeinsam unternehmen Strenzkes Radtouren rund um mecklenburgische Seen oder am Elberadweg. Dass beide mal eine Auszeit nehmen, dafür sorgen die Kinder, indem sie den Eltern kurze Unternehmungen schenken. Zum unverzichtbaren Hobby ist für Gisela Strenzke das Schreiben geworden: kleine Beiträge für Chroniken, Gedichte über das eigene Leben, Liedtexte zu besonderen Anlässen. Wie dem morgigen: Die Ehrenbürgerin der Gemeinde Spornitz feiert am Sonntag ihren 70. Geburtstag. Und viele werden ihr an diesem Wochenende sagen: Herzlichen Glückwunsch, Danke, dass es dich gibt. 

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