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Storchenjahr : Adebar fliegt ins Winterquartier

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Die Störche haben ihre Nester in der Region pünktlich verlassen / Fünf Jungvögel in Mestlin

svz.de von
erstellt am 28.Aug.2014 | 09:27 Uhr

Es ist schon erstaunlich, wie die Natur die Welt eingerichtet hat. Fast pünktlich wie in den Vorjahren haben die Störche in unserer Region ihre Sommernester verlassen und ihre Reise gen Süden ins warme Winterquartier angetreten.

Stets zwischen dem 20. und 25. August eines Jahres machen sie sich auf die rund 10 000 Kilometer lange Strecke in Richtung Spanien, Portugal und Nordafrika. Zwei Routen sind es, die Adebar dabei bevorzugt, die links und rechts des Mittelmeeres führen. So über die Straße von Gibraltar über den Bosporus und den nahen Osten. Erst Anfang des Jahres werden sie wieder den Rückflug zu uns antreten.

Das Storchenjahr in Mestlin war erneut von einem Rückgang betroffen. Wie seit 2011 waren wieder nur zwei Nester besetzt, das bei den Bäckerei Melchert und das andere an der Goldberger Straße. In beiden Nestern, und darüber sind die Mestliner froh, kam Nachwuchs zur Welt. Ein wenig Bange hatten Beobachter anfangs bei der Besetzung des Nestes bei der Bäckerei. Hier wurde das Paar vertrieben. Laut einem Gerücht sollen es Kinder gewesen sein, die die Störche gestört haben sollen. Nach drei Wochen war zum Glück wieder ein Pärchen da. Ob es das vom ersten Mal ist, kann man nur erraten. Was befürchtet wurde, trat nicht ein. Auch dieses Pärchen schaffte das Aufziehen ihres Nachwuchses und auch diese Jungvögel haben ihre Reise gen Süden pünktlich angetreten, nur eine Woche nach ihren Artgenossen aus der Goldberger Straße.

Insgesamt fünf Jungstörche, einmal drei und einmal zwei, wurden gezählt. Das ist ein Storchenkind weniger als noch vor einem Jahr. Wie aus der Tabelle zu ersehen ist, ist der Trend leider weiter rückläufig, wie landesweit ebenfalls. Die Ursachen sind sicher vielfältig, aber ein sehr wichtiges Kriterium scheint die heutige Landwirtschaft mit der Monokultur zu sein, in der die Maisfelder en masse gewachsen sind , die für die Bioenergiegewinnung genutzt werden. Doch für Adebar und andere Tierarten, sind diese Felder ungeeignet. Dort können sie nicht landen, um auf Nahrungssuche nach Schnecken, Mäusen und dergleichen zu gehen. Von den guten Zahlen der Jahrgänge 1998 bis 2004 ist Mestlin derzeit weit entfernt und man kann nur hoffen, dass der Trend nicht anhält und sich die Bestände doch wieder erholen. Schließlich gehört der Storch als Sommergast zu uns und wir Menschen sollten daran denken, dass die Natur uns ernährt und erfreut und nicht umgekehrt. Hoffen wir auf das Frühjahr, wenn Adebar wieder zu uns ziehen wird…



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