Parchim : Unbekannte rauben Mann auf offener Straße aus

Mitten in der Nacht stand ein blutüberströmter Mann vor dem Nachtschalter der Tankstelle.

Mitten in der Nacht stand ein blutüberströmter Mann vor dem Nachtschalter der Tankstelle.

Nach Angaben des 28-jährigen Opfers sollen die Angreifer am frühen Mittwochmorgen plötzlich auf ihn zugegangen sein und ihn geschlagen und getreten haben. Danach machten sie sich mit seiner Brieftasche aus dem Staub.

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10. September 2020, 10:46 Uhr

In Parchim ist es offenbar am frühen Mittwochmorgen in der Weststadt zu einem Raub gekommen, die Polizei bittet um Hinweise.

Gegen vier Uhr stand am Nachtschalter der Tankstelle im Ziegeleiweg ein blutüberströmter Mann. Die diensthabende Kollegin informierte die Polizei, wie Mitarbeiterinnen erzählten. "Doch der Mann hatte sich bereits entfernt, als er bemerkte, dass die Polizei benachrichtigt wurde", erklärte Polizeisprecher Klaus Wiechmann. Eine darauf folgende Suche der Beamten blieb ergebnislos, genauso wie eine Nachfrage im Krankenhaus um 4.45 Uhr. Der Verletzte meldete sich jedoch im Verlaufe des Mittwochs selbst auf dem Parchimer Polizeirevier.

Nur grundsätzlicher Sachverhalt bekannt

"Der Mann aus Rumänien spricht kaum Deutsch, so dass mit Hilfe eines Bekannten nur der Grundsachverhalt geklärt werden konnte", sagte Klaus Wiechmann. In den nächsten Tagen werde es eine weitergehende Vernehmung mit Hilfe eines Dolmetschers gegeben.

Nach den ersten Erkenntnissen der Polizei sollen drei unbekannte Männer gegen 2 Uhr im Ziegeleiweg nahe der Tankstelle plötzlich auf den 28-Jährigen zugegangen sein und ihn mehrfach geschlagen sowie getreten  haben. Nach Angaben des Opfers raubten die Angreifer ihm anschließend die Brieftasche und flüchteten dann. In der Brieftasche befanden sich Bargeld und persönliche Papiere. Die geraubte Brieftasche des Opfers wurde am Mittwoch durch einen Anwohner in der Hans- Beimler- Straße gefunden und der Polizei übergeben. Wie sich herausstellte, wurde das Bargeld daraus gestohlen.

Nach der Vernehmung begab sich der verletzte Rumäne in medizinische Behandlung. Dabei wurden Prellungen, Hautabschürfungen und Gesichtsverletzungen festgestellt, die jedoch nicht lebensbedrohlich sind.

Polizei bittet um Zeugenhinweise

Die drei Tatverdächtigen sollen Deutsch mit russischem Akzent gesprochen haben. Sie sollen etwa 170 cm groß gewesen sein und kurze Gesichtsbärte getragen haben. Die Polizei in Parchim (Tel. 03871/ 6000), die jetzt wegen Raubes ermittelt, bittet um Hinweise zu diesem Vorfall oder zu den Tatverdächtigen. Ob sich Opfer und die mutmaßlichen Täter eventuell  kannten, muss nun bei den weiterführenden Vernehmungen geklärt werden, so Klaus Wiechmann.

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