«Gretha van Holland» fällt länger aus : Parchim: Flusskreuzfahrtschiff liegt nach Unfallserie fest

Das zerstörte Steuerhaus der „Greta van Holland“ musste mit einer Plane abgedeckt werden.
Das zerstörte Steuerhaus der „Greta van Holland“ musste mit einer Plane abgedeckt werden.

Das Flusskreuzfahrtschiff «Gretha van Holland» kann frühestens in zwei Wochen weiterfahren. Das erklärte der Leiter der Wasserschutzpolizei in Schwerin, Jan Prochnow, am Mittwoch.

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08. Mai 2019, 08:44 Uhr

Nachdem das Steuerhaus am Freitagabend an der Schleuse Parchim abgerissen war, sollen Handwerker das Schiff so reparieren, dass es wieder allein fahren kann. «Dann kann das etwa 40 Meter lange Schiff wieder nur mit Sondererlaubnis in eine Werft an die Müritz fahren - und mit Polizeibegleitung», erklärte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Dort soll es weitere Reparaturen und eine neue Prüfung des Tiefgangs geben.

Das Schiff fuhr seit Jahren zwischen Berlin, der Müritz und Schwerin hin und her - mit bis zu 23 Fahrgästen. Ende April hatte es eine Brücke bei Grabow (Ludwigslust-Parchim) gestreift und war danach ganz auf dem Grund gelaufen. Eine Vermessung belegte, dass die «Gretha van Holland» statt zugelassener 1,20 Meter Tiefgang auch ohne Gäste und Gepäck auf 1,40 Meter Tiefgang kommt. Das Schiff kam nach Wasser-Anstauung wieder frei, musste aber mehrere Tage stoppen. Das Amt untersagte den Betreibern wegen des Tiefgangs, mit Passagieren auf der Müritz-Elde-Wasserstraße oder nach Schwerin zu fahren.

Es bekam nur die Erlaubnis für eine Fahrt zu einer Werft an den großen Mecklenburger Oberseen, wo es tiefer ist. Dabei ereignete sich der letzte Schleusenunfall in Parchim, wofür eine Geldstrafe droht.

Weiterlesen: Schleuse Parchim voll gesperrt

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