Neuer Gnadenhof bei Grebbin : „Tinka“ sucht einen Freund

'Tinka' ist ein neues Pferd auf dem Gnadenhof und lebt aktuell allein.
"Tinka" ist ein neues Pferd auf dem Gnadenhof und lebt aktuell allein.

Der neu entstehende Gnadenhof bei Grebbin wächst stetig weiter: Nun sucht Peter Moll Artgenossen für eine Pferdestute und eine Lama-Dame.

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23. Oktober 2020, 18:51 Uhr

Grebbin | Auf einem ehemaligen Militärgelände bei Grebbin wächst in diesen Monaten ein neuer Gnadenhof in der Region. Und es gibt bereits Neuzugänge: Betreiber Peter Moll rettete vor zwei Wochen die Pferde Holly und Rocko vor dem Schlachter. Auch Stute Tinka lebt mittlerweile auf dem Gelände, weil sie sich in ihre frühere Herde nicht integrieren ließ. Sie leben sichtlich zufrieden auf eigens angelegten Koppeln. Doch die schwarze Tinka muss in einem gesonderten Bereich leben, weil der braune Wallach Rocko sie zu stark bedrängt. Andererseits ist die weiße Stute Holly äußerst eifersüchtig, wenn Rocko mit Tinka gemeinsam ausgeritten wird. Deshalb sucht Peter Moll nun einen Partner für Tinka. „Wir suchen einen reitbaren Wallach, also einen kastrierten Hengst oder eine Stute“, sagt Peter Moll.

Der Gnadenhof umfasst neun Hektar und nun auch ein kleines Waldgebiet (oben).
Armin Kung
Der Gnadenhof umfasst neun Hektar und nun auch ein kleines Waldgebiet (oben).


Auch Lama-Dame Maja sucht eine Mitstreiterin. Sie ist derzeit das einzige Tier ihrer Art und braucht Gesellschaft. Infrage komme nur ein weibliches Lama, sagt Moll: „Ein Hengst würde sie zu sehr angehen. Das würde ihr schwer zu schaffen machen“. Unter der Telefonnummer 0170/1158588 können sich Interessierte melden, die vielleicht ein Tier abzugeben hätten.

Um vier Hektar gewachsen

Nicht nur Pferde sind neu auf dem Gnadenhof. Das Gelände ist deutlich gewachsen. Peter Moll hat vier Hektar Land dazugepachtet. Der Hof ist jetzt neun Hektar groß, inklusive eines kleinen Waldes. „Das macht es uns möglich, nun auch auf Bäumen kletternde Tierarten zu retten und bei uns aufzunehmen“, sagt er. Ein Wolfshund-Gehege ist derzeit in Arbeit. Die Tiere werden in Paaren leben und jeweils Gehege von zweieinhalbtausend Quadratmetern bekommen.

Volieren für Papageien

Moll arbeitet nicht allein an dem Gnadenhof. Uta Schokolinski ist mit an Bord. Sie hat jahrzehntelange Erfahrung in der Tierrettung. „Ich arbeite seit 25 Jahren mit Papageien“, sagt sie. Auch die farbigen Vögel werden auf dem Gelände unterkommen. Nicht in Käfigen, sondern in großen Volieren, die in ehemalige Bunkeranlagen eingegliedert werden. Ungefähr 30 Papageien werden nach Grebbin ziehen. Sie wurden aus schlechter Haltung vom Veterinäramt gerettet oder kommen von verstorbenen Haltern.

Bereits jetzt können sich interessierte Menschen das Gelände anschauen. Allerdings erst nach Anmeldung, sonst lerne man die beiden hüfthohen Herdenschutz-Hunde kennen, die auf dem Gelände leben. „Jeder Tierfreund ist herzlich willkommen und wir zeigen gerne unsere Arbeit. Mit rechtzeitiger Anmeldung ist das kein Problem“, sagt Moll.

Spenden willkommen

Der Gnadenhof sucht auch Spenden, vor allem in Sachform. Futter wie auch Heuballen würden die Tierschutz-Arbeit enorm unterstützen. Auch Baumaterial-Spenden für Koppeln und Zäune sind jederzeit willkommen. „Eben alles, was ein Tier, wie Pferde oder Ziegen, zum Leben brauchen. Wir freuen uns auch über Lecksteine“, sagt Moll.

Der Gnadenhof soll im Frühjahr eröffnen. Dann können die Menschen regelmäßig das Gelände besuchen. Geplant ist auch eine kleine Gastronomie und Platz für Zelte. „Jeder Cent, den wir in Zukunft einnehmen, wird hundertprozentig in das Tierwohl fließen,“ sagt Peter Moll.

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