Martinstag in Parchim : Martinskinder erhellen den dunklen Corona-November

Martinskinder sind in diesem Jahr eingeladen, ihre Laternen ins Fenster zu stellen.
Martinskinder sind in diesem Jahr eingeladen, ihre Laternen ins Fenster zu stellen.

Parchimer Gemeinden möchten am 11. November ein Zeichen setzen. Ebenfalls geplant: Adventstage in der St. Marienkirche.

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30. Oktober 2020, 05:00 Uhr

Parchim | Obwohl sich die Lage derzeit täglich ändert und selbst die vorsichtigsten Pläne nur unter Vorbehalt geschmiedet werden können, wollen die Parchimer Gemeinden den Martinstag am 11. November nicht unter den Tisch fallen lassen. Den beliebten Umzug, nach dem traditionell die Martinshörnchen am Feuer geteilt werden, kann es 2020 natürlich nicht geben. Das Martinsfest hat sich über Jahre hinweg zu einer ökumenischen Tradition in Parchim etabliert. In diesem Jahr hätte der Katholische Kindergarten zum Umzug eingeladen.

Kinder, stellt eine Laterne ins Fenster

Unter dem Motto „Martinsumzug andersrum“ möchten die Kirchengemeinden dennoch ein Zeichen setzen. Sie laden alle Martinskinder herzlich ein, um 17 Uhr bei sich Zuhause eine Laterne ins Fenster zu stellen. Robert Stenzel, Gemeindepädagoge in St. Marien sagt:

Mit dieser Geste möchten wir zum Ausdruck bringen, dass wir auch in dieser Zeit miteinander verbunden sind, Licht und Wärme teilen und füreinander da sind - so wie Martin. Robert Stenzel, Gemeindepädagoge in St. Marien


Die beliebten Bastelnachmittage in Vorbereitung auf den St. Martinstag wird es in diesem Jahr nicht geben können. Ob wenigstens die von den Gemeindepädagogen Robert Stenzel (St. Marien) und Heidrun Jessa (St. Georgen) betreuten, festen Kindergruppen im kleinen Kreis ihre Laternen basteln können, ist seit dieser Woche mit einem großen Fragezeichen behaftet. Am Mittwoch hat die Bundesregierung den so genannten Wellenbrecher-Lockdown beschlossen. Ab Montag wird das öffentliche Leben wieder einschneidend heruntergefahren.

Adventstage mit kulturellem Programm

Schon seit Langem war klar, dass auch der Adventsmarkt in und um St. Marien in dieser heiklen Zeit nicht machbar ist. Die Akteure der St. Mariengemeinde haben sich dazu entschlossen, für das zweite Adventswochenende dennoch etwas auf die Beine zu stellen. Markttreiben findet nicht statt. Doch am Freitag und Sonnabend soll es jeweils um 15 und 18 Uhr kulturelle Veranstaltungen in der Kirche geben. Der Plan lautet weiterhin, dass am zweiten Adventssonntag der Chor der St. Marienkirche im Gottesdienst auftritt. Noch nicht ganz spruchreif ist, was die für 16 Uhr geplante Nachmittagsveranstaltung bieten wird.

Alles hängt vom weiteren Verlauf der Pandemie statt

Das hängt alles davon ab, wie sich die Lage weiterhin entwickelt. „Wir möchten auch eine Ausstellung vorbereiten, jedoch in anderer Form, die mit den aktuell herrschenden Corona-Regeln vereinbar ist“, kündigt die Pastorin von St. Marien, Jessica Warnke-Stockmann, an. Das Zinnhaus soll am zweiten Adventswochenende im Rahmen der Möglichkeiten ebenfalls mit Angeboten für Kinder geöffnet sein.

Für Kulturveranstaltungen werden vorher Karten ausgegeben

Sollten die für das zweite Adventswochenende in der St. Marienkirche geplanten Veranstaltungen wie erhofft stattfinden können, werden dafür im Vorfeld kostenlos Karten ausgegeben. Nur so könne abgesichert werden, dass jeder seinen Platz mit Abstand zum Sitznachbarn bekommt und niemand an der Tür abgewiesen werden muss, verdeutlicht Robert Stenzel.

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