Parchim : Finaler Beschluss zum Mönchhof rückt näher

In die Jahre gekommen: der Parchimer Mönchhof.
In die Jahre gekommen: der Parchimer Mönchhof.

Pläne zur Neugestaltung des nördlichen Platzes in der Parchimer Innenstadt beschäftigen erneut die Fachausschüsse

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18. November 2020, 14:19 Uhr

Parchim | Gut dreieinhalb Jahre sind inzwischen seit der öffentlichen Bürgerveranstaltung vergangen, in der die Stadt über die geplante Umgestaltung des Mönchhofes informierte. Ein kleiner, in die Jahre gekommener Platz in der Innenstadt soll mit dem Bau einer Fahrradstation vor allem für radelnde Parchimer und Touristen attraktiver werden und ansprechende Verweilmöglichkeiten bieten.

Pläne erneut nachjustiert

Mehr als 20-mal ist das Projekt seitdem in den städtischen Gremien thematisiert worden. Am Donnerstag dieser und am Montag nächster Woche steht es erneut auf der Tagesordnung der beiden dafür zuständigen Fachausschüsse. Hintergrund: Der Stadtentwicklungsausschuss hatte sich auf seiner Sitzung im Oktober für etwas mehr Grün für die Klimabilanz und weitere Abstriche am Wasserspiel zur Kosteneinsparung ausgesprochen. Das Ergebnis der nachjustierten Planung wird nun am 19. und 23. November in den jeweiligen Fachausschüssen präsentiert.

Finaler Beschluss im Dezember?

Es wird aber allgemein damit gerechnet, dass nach langem, zähem Ringen nun ein Kompromiss gefunden wurde, mit dem alle Seiten leben können. Damit stünde dem finalen Beschluss zur Umgestaltung des Mönchhofes nichts mehr im Weg. Gefasst werden soll er auf der Stadtvertretersitzung im Dezember. "Es wird Zeit für eine klare Entscheidung", bekräftigt Andreas Scharfschwerdt von der Fraktion Unabhängige Bürger für Parchim. Der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses hat sich in den zurückliegenden Monaten sehr für einen tragfähigen Kompromiss stark gemacht.

Neue Eigenheime am Fontaneweg

Der Kultur- und Sozialausschuss berät am Donnerstag ab 18 Uhr im großen Saal der Stadthalle. Erwartet werden an diesem Abend auch Informationen zum geplanten Umbau der Grundschule West zu einer Schule mit spezifischer Kompetenz. Das Vorhaben soll ab nächstes Jahr verwirklicht werden. Ebenfalls im großen Saal der Stadthalle findet am 23. November ab 18 Uhr die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses statt. Vorgestellt wird an diesem Abend auch der Vorentwurf zum Bebauungsplan Fontaneweg in der Parchimer Südstadt. Hier soll Baurecht für etwa 15 Eigenheime geschaffen werden.

Hintergrund

Woher der Mönchhof seinen Namen hat

Der Name des Platzes erinnert daran, dass sich auf dem Areal einmal ein Franziskaner-Minoritenkloster befand. Es wurde bereits 1265 erwähnt und stand auf dem Werder, einer Flussinsel zwischen den beiden Eldearmen, die heute nur noch schmale Flussläufe sind und sich vor der Langen Brücke vereinen. Im Mittelalter nannte man diese Gegend "Bei den Mönchen". 1670 schreibt Parchims Chronist Michael Cordesius, dass der "wüste Platz nebst etlichen Steinhaufen" Mönchhof genannt wurde.
Seit 1829 werden in Parchim offiziell Straßennamen vergeben. Etwa 30 Jahre zogen ins Land, bis alle Straßen ihren eigenen Namen hatten.
Quelle: "Parchims Straßennamen und ihre Geschichte" von Edda Schulz, 2017 erschienen als "Pütt-Sonderheft" in der Schriftenreihe des Heimatbundes Parchim.

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