Sandsternstunden : 800 Gäste bei Party in Kiesgrube

Sonntagmorgen: Auf dem Goa-Floor wird noch getanzt.
Sonntagmorgen: Auf dem Goa-Floor wird noch getanzt.

Veranstalter der Sandsternstunden in Zieslübbe ziehen positive Bilanz. Eine Neuauflage ist geplant, allerdings ist der Ort noch ungewiss

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08. August 2016, 12:00 Uhr

Petrus war mit den Organisatoren im Bunde bei den Sandsternstunden im Kieswerk in Zieslübbe. In einem insgesamt sehr wechselhaften Sommer gab es während der Party von Samstagabend bis Sonntagvormittag Sonnenschein. Sogar die Sterne waren zu sehen, freute sich am Sonntagmorgen Veranstalterin Nadine Wickborn.

Dabei gab es am Samstagmittag, nur Stunden vor dem Festival in der Kiesgrube, noch einen stürmischen Regenguss. Uwe Wickborn, der Schwiegervater der Veranstalterin, erzählte: Vier Mann hatten damit gekämpft, dass das Festzelt sich nicht selbstständig machte. Lampions wurden zerfetzt. Die Dekorateure mussten den Schaden beheben.

Einer von ihnen, der sich mit dem Vornamen Sören aus Hamburg vorstellte und den Goa-Floor ausgestaltet hatte, berichtete, dass er ohnehin noch bei der Arbeit war. Er schwärmte von der Party, die am Samstagabend um 20 Uhr begonnen hatte. „Da steckt viel Liebe drin.“ Einen solchen weichen Sound habe er lange nicht gehört.

Die ersten Fahrzeuge mit Gästen standen Samstagnachmittag um halb Fünf auf dem Parkplatz, erzählte Nadine Wickborn. Sie sprach von einer sehr guten Resonanz. Mit ca. 800 Besuchern kamen mehr als erwartet, so die junge Parchimerin. Sie weiß von Gästen zwischen 18 und 62 Jahren. Darunter waren viele aus der Umgebung.

Am Sonntagmorgen hatte sich der Festplatz bereits gelichtet. Zwei der drei Tanzflächen waren inzwischen geschlossen worden. Nur die Goa-Fans tanzten ohne Unterlass. Die ehrenamtlichen Sanitäter Christian Schmidt und Philipp Reich vom ASB standen weiter für einen möglichen Notfall bereit. „Wir hatten wenig zu tun“, so Christian Schmidt. „Niemand ist groß zu Schaden gekommen.“ „Jeder Festivalbesucher ist froh, dass ihr da seid“, sagte Sina Henning zu den ASB-Ehrenamtlichen. „Ich bin froh, dass man hier barfuß laufen kann, ohne sich zu verletzen“, lobte sie das Gelände in der Kiesgrube. „Es ist echt ein angenehmes Festival. Ich mag mehr den kleinen Rahmen.“ Die jungen Rostockerin sagte: Wenn es überhaupt einen Minuspunkt gibt, so hätte sie sich gewünscht, dass die Veranstaltung nicht nur von Samstag bis Sonntag, sondern von Freitag bis Sonntag gedauert hätte.

Ein Stück weiter, auf der Zufahrtstraße zum Kiesgelände, kontrollierte die Polizei seit etwa drei Uhr in der Nacht. Hauptaugenmerk der Beamten war, ob unter den Abreisenden jemand unter Alkohol oder Drogen am Steuer saß. Es wurden vereinzelte Sünder ertappt. Von einigen abreisenden Gästen hörten die Beamten, dass sie das Festivalgelände in der Nacht nur schwer gefunden hatten.

Die Schilder an der Bundesstraße waren offenbar im Dunklen kaum zu sehen. Doch die Organisatoren hatten auch im Internet die klare Position markiert. Viele Festivalbesucher nutzten zudem einen eigens eingerichteten Shuttle-Service zum Gelände.

Nach dem erfolgreichen Auftakt sagte Nadine Wickborn: Im nächsten Jahr sind neue Sandsternstunden in Planung. Die Lokalität stehe noch nicht fest. Am diesjährigen Veranstaltungsort soll, wie die Organisatoren erfuhren, in Kürze eine Solaranlage gebaut werden.

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