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Keine Nachwuchssorgen : 500 Preise für die Tombola verpackt

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Rassekaninchenzuchtverein M 13 Friedrichsruhe lädt am Wochenende zur Schau ein / Auch Helene Russke steckt viel Zeit in die Vorbereitung

von
erstellt am 27.Sep.2016 | 17:06 Uhr

Die Wohnung von Familie Russke in Schlieven gleicht in diesen Tagen wieder einer Geschenkeboutique: Jedes freie Plätzchen ist mit Kisten und Kartons voller Präsente zugestellt. Insgesamt 460 Preise – vom Präsentkorb über Schmuckgläser und Spielesammlungen bis hin zu Süßigkeiten hat Helene Russke in den zurückliegenden vier Wochen persönlich verpackt und mit Schleifchen versehen, weitere 40 bekommen noch heute und morgen eine Hülle aus Klarsichtfolie. Man kann nur den Hut davor ziehen, mit welcher Engelsgeduld Helene Russke dabei zu Werke geht.

Verlost werden all die Dinge am kommenden Wochenende im Rahmen der Tombola auf der Vereinsschau des Rassekaninchenzuchtvereins M13 in Friedrichsruhe. Die Gewinnchancen stehen 1:4. Fredo Siegfried, 2. Vorsitzender des Friedrichsruher Vereins, ist sich sicher, dass die 2000 Lose wieder weg gehen wie warme Semmeln. Die Tombola kam bei den Besuchern bisher immer ausgesprochen gut an. Das ist vor allem auch Helene Russke zu verdanken, die das ganze Jahr über nach Preisen Ausschau hält und dabei großartig von Bekannten und Freunden aus dem Dorf unterstützt wird. „Das macht so viel Spaß. Der schönste Lohn ist zu sehen, wie sich die Besucher freuen, wenn ihnen das Tombolaglück hold gewesen ist“, schwärmt Helene Russke. Ihr Engagement steht stellvertretend für alle Ehrenamtlichen im Verein, die sich mit sehr viel Herzblut in die Vorbereitung solcher Schauen, wie die am ersten Oktoberwochenende, hineinknien. Dem Verein gehören sie und ihr Mann Klaus-Dieter Russke seit drei Jahren an – zunächst als helfende Mitglieder. Vor etwa einem Jahr begannen sie mit der Zucht von schwarzen Lohkaninchen. „Es war Liebe auf dem ersten Blick. Sie sind einfach schön“, hat es ihr diese Rasse besonders angetan. Damit teilt Helene Russke, die seit 1979 in Schlieven wohnt, nun ein Hobby mit ihren Enkelkindern: Enkelsohn Benjamin Russke (16), der in diesem Sommer eine Ausbildung zum Landwirt in Schlieven begann, hat sich auf Farbenzwerge russenfarbig schwarz weiß spezialisiert. Enkeltochter Lena Walczak (11) aus Goldenbow wächst bereits seit früher Kindheit mit der Verantwortung für Tiere auf und war damals, als sie mit sechs Jahren eintrat, das Küken im Verein. Und schon bald könnte der Friedrichsruher Verein wieder ein neues jugendliches Mitglied aufnehmen: Toni (14), ebenfalls ein Enkel von Helene Russke, wird derzeit als Anwärter geführt. Überhaupt ist der Verein mit Züchternachwuchs gut aufgestellt: Der 13-jährige Danilo Grabow aus Schlieven wird am Wochenende ebenso Tiere aus eigener Zucht ausstellen wie Paul Hermel aus Zieslübbe. Der siebenjährige Zweitklässler landete mit Unterstützung seines Onkels Andreas Siegfriedvor wenigen Tagen auf der Mela mit zwei Zuchtgruppen Graue Wiener einen Achtungserfolg.

Insgesamt werden auf der Vereinsschau am 1. und 2. Oktober in Friedrichsruhe etwa 200 Tiere vom Zwergkaninchen bis zum Deutschen Riesen in verschiedenen Farbschlägen zu sehen sein, darunter auch jene Tiere, mit denen sich der gastgebende Verein erfolgreich auf der Mela präsentierte. Fredo Siegfried, einer der Initiatoren des vor neun Jahren gegründeten Vereins, wertet die gute Beteiligung aus anderen Vereinen aus Mecklenburg-Vorpommern als Ausdruck für die hohe Qualität der Friedrichsruher Schau. „Es ist für uns immer wieder eine große Herausforderung, eine solche Schau in diesem Rahmen durchzuführen. Das ist nur durch die hohe Einsatzbereitschaft unserer Mitglieder zu stemmen, die dafür sehr viel Freizeit investieren“, bestätigt Vereinsvorsitzender und Ausstellungsleiter Andreas Siegfried. Besonders dankbar sind die Veranstalter dem Unternehmen Mecklenburger Landpute, das dem Verein von Beginn an als Sponsor fest zur Seite steht, sowie der Gemeinde Friedrichsruhe mit Bürgermeister Uwe Kröger, die alle Jahre wieder ihre Mehrzweckhalle zur Verfügung stellt. „Wir haben hier optimale Ausstellungsbedingungen“, weiß Fredo Siegfried das sehr zu schätzen. Ausdrücklich hebt er hervor, dass alle Tiere dieser Schau RHD1 und RHD V2 und damit gegen die so genannte Chinaseuche geimpft sind. Der Verein habe erhebliche Kosten auf sich genommen, um den entsprechenden Impfstoff zu beschaffen.

 

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