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Parchimer Bahnhof : 365 Tage im Jahr für die Reisenden da

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Für Elke Röhrig, Rosemarie Haltinner und Elke Lubatsch vom ServiceStore DB auf dem Parchimer Bahnhof sind Feiertage ganz normale Arbeitstage. Das ganze Jahr über sind die drei Frauen für die Fahrgäste da.

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erstellt am 24.Dez.2012 | 10:23 Uhr

Parchim | Während in vielen Familien heute Morgen gleich nach dem gemütlichen Frühstück der Tannenbaum angeputzt, die Backröhre auf Hochtouren gebracht wird und die letzten Geschenke in weihnachtliches Papier gehüllt werden, hat für Elke Röhrig aus Parchim um 7 Uhr ein ganz normaler Arbeitstag begonnen. Bis 16 Uhr geht ihre Schicht im ServiceStore DB auf dem Parchimer Bahnhof. Am morgigen ersten Feiertag wird hier ihre Kollegin Elke Lubatsch hinter dem Ladentisch stehen, am zweiten Festtag übernimmt dann Rosemarie Haltinner von 7 bis 19 Uhr die zwölfstündige Schicht. Silvester können sich Reisende sogar schon ab 5.30 Uhr mit heißem Kaffee, warmen Würstchen aus Ludwigsluster Herstellung sowie belegten Brötchen versorgen, die aktuelle Tageszeitung als Lektüre für unterwegs oder ein kleines Präsent als Mitbringsel kaufen. Selbst am Neujahrstag ist der ServiceStore DB pünktlich wie ein Uhrwerk bereits ab 7 Uhr bis abends 19 Uhr für die Kunden da - alle Jahre wieder.

"Egal ob Werktag, Sonntag oder Feiertag, wir haben an 365 Tagen im Jahr auf", lacht Rosemarie Haltinner und rückt die Parchim-Stadtpläne in der Infobox neben dem Zeitungsständer zurecht. Die kleine Infoecke ist ein ganz persönlicher Service des aufmerksamen Teams, das sich mittlerweile für alle Anfragen gewappnet hat, mit denen Reisende in den Shop kommen. Die einschlägigen Taxinummern kennen Rosemarie Haltinner, Elke Lubatsch und Elke Röhrig bereits im Schlaf. Selbst Busfahrpläne für die Region haben sie sich ranorganisiert und wer sich seinen Zwischenaufenthalt in der Eldestadt mit einem kleinen Spaziergang verkürzen möchte, der bekommt im ServiceStore DB ebenfalls einige Tipps.

Rosemarie Haltinner gehört seit der Eröffnung des Geschäftes auf dem Parchimer Bahnhof am 28. Oktober 2004 zum Stammteam. Dass sie einmal hier arbeiten würde, stand vor acht Jahren wahrlich nicht auf ihrem Lebensplan: Rosemarie Haltinner, heute in Beckendorf bei Lübz zuhause, hatte sich damals gerade von der Selbstständigkeit in einem Freizeitobjekt verabschiedet und sich schon damit abgefunden, dass es für sie als über 50-Jährige schwer werden dürfte, einen neuen Job als Angestellte zu bekommen. Der Zufall führte sie zu Inge Richter, die als Franchise-Partnerin die ServiceStores DB in Ludwigslust, Schwerin, Parchim, Bad Kleinen sowie Wittenberge aufbaute und in diesen Orten heute Arbeitgeberin für insgesamt 20 Mitarbeiter ist. "Die Entscheidung, hier anzufangen, fiel quasi über Nacht", erinnert sich Rosemarie Haltinner noch gut. Bereut hat sie sie bis heute nicht. Auch Elke Lubatsch ist froh, im Februar 2005 einen Arbeitsplatz gefunden zu haben, der quasi vor der Wohnungstür liegt. Zehn Jahre lang war die Parchimerin zuvor nach Schwerin gependelt. Als Dritte im Bunde gehört Elke Röhrig seit April 2011 zur Stammbesetzung hinter dem Verkaufstresen. "Wir sind ein tolles Team. Die Arbeit macht uns Spaß und die Feiertagsdienste planen wir immer auf ein Jahr im Voraus. Weil niemand von uns zwischen Weihnachten und Neujahr Urlaub nimmt, können wir die Schichten so verteilen, dass auch jedem von uns Zeit für die eigene Familie bleibt", kommen die drei Frauen mit diesem Zeitmanagement gut klar.

Zum Weihnachtsessen - ganz besinnlich und traditionell Kartoffelsalat mit Würstchen - hat sich Rosemarie Haltinner am heutigen Heiligabend mit ihrer Schwester und ihrem kleinen Neffen verabredet. Für den sechsjährigen Alwin ist Rosemarie Haltinner die beste Oma der Welt und diese Rolle in der Familie hat sie nur zu gern eingenommen. Bei Haltinners schaut heute sogar der Weihnachtsmann persönlich vorbei, die Dorfgemeinschaft verfügt über einen guten Draht zu Knecht Ruprecht. Ganz besonders freut sich Rosemarie Haltinner schon auf die Silvesternacht, wenn zu Mitternacht alle Dorfbewohner auf die Straße kommen und zusammen das neue Jahr begrüßen. Ihre Gedanken schweifen dann auch zu ihrem Sohn, der als Kapitän zur See derzeit wieder auf großer Fahrt ist und nicht zum ersten Mal ein Weihnachtsfest fernab der Familie verbringt.

Bei ihrem Sohn in Hamburg wird Elke Röhrig, Mutter dreier erwachsener Kinder, einen Weihnachtstag verbringen. Und Elke Lubatsch freut sich auf das Wiedersehen mit ihren inzwischen 29 und 26 Jahre jungen Söhnen, die den zweiten Feiertag in Parchim verbringen, und auf ihren Enkelsohn Jonas, der das Jahr 2013 kaum erwarten kann. Jonas kommt im nächsten Jahr nämlich zur Schule.

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