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Tessenow bei Parchim : 27-Jähriger stirbt bei Autounfall

vom

Fahrer erlag seinen Verletzungen noch an der Unfallstelle.

svz.de von
erstellt am 22.Mai.2014 | 08:47 Uhr

Ein schwerer Verkehrsunfall auf der B 321 nahe Tessenow forderte heute früh ein Todesopfer. Die Straße war stundenlang voll gesperrt.

Gegen 6.45 Uhr befuhr der Fahrer (27) eines Ford Focus die B 321 zwischen Parchim und Marnitz. Kurz vor der Ortschaft Tessenow kam er auf gerader Strecke aus bislang unbekannter Ursache von der Fahrbahn ab und krachte frontal auf einen auf der rechten Seite stehenden Straßenbaum. Die Verletzungen waren so schwer, dass der Mann noch vor Ort verstarb.

 

Nach ersten Informationen gab es keine Bremsspuren und auch keine Beteiligung weiterer Verkehrsteilnehmer. Einige Frauen, die als Ersthelfer an die Unfallstelle kamen, konnten den Fahrer zwar noch aus dem Wrack befreien, doch es kam jede Hilfe zu spät. Der Notarzt und die Rettungssanitäter konnten ebenfalls nichts mehr für den jungen Mann tun.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Tessenow, Poltnitz, Marnitz und Suckow sowie die Amtswehrführung Eldenburg Lübz wurden alarmiert. „Wir brauchten kein Rettungsgerät einsetzen, da der Fahrer sich bereits außerhalb des Fahrzeugs befand, so haben wir die Löschbereitschaft hergestellt, einige ausgelaufene Betriebsstoffe gebunden und die Unfallstelle abgesichert“, sagte Christian Ahrens von der Tessenower Wehr.

Wie es zu dem Unfall kam, bleibt vorerst unklar. Spezialisten der Dekra sowie des Kriminaldauerdienstes haben die Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Wie SVZ erfuhr, soll der Fahrer nicht angeschnallt gewesen sein.

Die Bundesstraße wurde in dem Bereich für mehr als vier Stunden voll gesperrt und die Autos über Siggelkow umgeleitet. Warum so lange, fragten etliche Leser. Die Einsatzkräfte nennen mehrere Gründe. Zum einen müssen die Rettungs- und Bergungsarbeiten gefahrlos erfolgen können und zum anderen müssen die Ermittler genauestens die Spuren sichern. Deshalb muss die Unfallstelle unverändert bleiben. Dies kann durchaus auch im größeren Umkreis erfolgen, um den Unfallhergang rekonstruieren zu können. Durch andere Fahrzeuge könnten wichtigen Spuren vernichtet und die Ermittler auch in Gefahr gebracht werden.

Außerdem gebietet es die Pietät, dass keine Fahrzeugführer und deren Insassen an der Unfallstelle vorbei fahren, solange nicht die Verletzten behandelt oder gar getötete Personen außer Sichtweite sind.

Die Bundesstraße 321 scheint in diesem Bereich ein gefährliches Pflaster zu sein. So war der Baum, an dem der Ford Focus landete, bereits schon einmal ein stummer Unfallzeuge. Davon zeugte eine schwarze Folie, die nach einer Baumschädigung die Heilung voranbringen sollen. Auch gegenüber der gestrigen Unfallstelle steht ein Kreuz für einen schweren Unfall im Mai 2009, als ein Kradfahrer durch die Unaufmerksamkeit eines Pkw-Fahrers starb.

Allein in diesem Jahr sind kreisweit bereits 12 Unfalltote zu beklagen. Im gesamten Jahr 2013 waren es im Landkreis Ludwigslust-Parchim 27 Personen, die infolge von Unfällen ihr Leben verloren.

 

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