Jubiläumsempfang : 120 Jahre Parchimer Gesprächsstoff

<fettakgl>Eismann André Ahrens</fettakgl>  lässt sich gern zum Erinnerungsfoto bitten.
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Eismann André Ahrens lässt sich gern zum Erinnerungsfoto bitten.

Die Parchimer Zeitung ist 120 Jahre jung und das wurde gestern in der Stadthalle mit rund hundert Gästen gefeiert. Im Januar 1893 erschien nach einem Probelauf die erste reguläre Ausgabe der Zeitung.

svz.de von
30. Januar 2013, 07:54 Uhr

parchim | Vor 120 Jahren - im Januar 1893 - erschien nach einem Probelauf die erste reguläre Ausgabe der Parchimer Zeitung. Anlass genug, dieses Ereignis der Pressegeschichte mit einer kleinen Feier in der Parchimer Stadthalle zu würdigen - und mit einem Jubiläumsmagazin, das Sie, liebe Leser, in dieser Ausgabe finden.

Rund hundert Repräsentanten aus Wirtschaft, Politik und Medien erwiesen dem lokalen Nachrichtenmedium Nummer eins die Ehre (Gästeliste links auf dieser Seite). Interessierte Gesprächspartner waren an diesem Abend auch Andreas Gruczek, Geschäftsführer des medienhauses:nord, und Michael Seidel, Chefredakteur der Schweriner Volkszeitung. Eines der nach wie vor dominierenden Themen in allen gesellschaftlichen Bereichen ist der Großkreis Ludwigslust-Parchim. Nicht wenige Bürger in der Parchimer Region sehen ein Übergewicht des Ludwigsluster Bereichs, das zeigten auch die Gespräche am Jubiläumsabend der Parchimer Zeitung, der natürlich auch Gelegenheit für gemeinsame Erinnerungen bot.

Die Zeitung, hier zu Hause als täglicher Begleiter und manchmal auch Akteur, in jedem Fall Spiegel der Region und ihrer Menschen. "Die Zeit der Parteitagsberichterstattung ist für lokale Zeitungen definitiv vorbei", führte Udo Mitzlaff, Redaktionsleiter der Parchimer Zeitung aus. Heute zählt der Blick des Lesers, die Relevanz der Themen für sein Leben. Wenn der Parchimer Sattlermeister Del Kägebein den weltgrößten Würfelbecher baut, dann gewinnt diese Geschichte auch mal den besten Platz auf der Titelseite. Einfach weil Menschen wie er mit ihrem Tun die Region lebenswerter machen. Genau das muss sich in einer lokalen Tageszeitung widerspiegeln. Udo Mitzlaff wagte die Prognose, dass es auch in 120 Jahren noch eine Parchimer Zeitung geben wird: "Ob auf Papier oder auf elektronischen faltbaren Bildschirmen: Geschichten werden immer erzählt."

Geschäftsstellenleiterin Nicole Boldt dankte allen Geschäftspartnern und Lesern für ihre Treue und zitierte aus einer Anzeige einen zum Abend passenden Satz: "Heutzutage ist es ein Zeichen von Kontinuität, wenn eine Firma ein Jubiläum feiert." Das schreibt übrigens die Parchimer Werbeagentur Power Design, die sich seit 20 Jahren mit kreativen Ideen am Markt behauptet.

Noch ein Jubilar trug Hintergründiges zum Abend bei. Thomas Ott-Albrecht, seit zehn Jahren Intendant des Mecklenburgischen Landestheaters, unterhielt die Gäste mit Gedanken zu den Gemeinsamkeiten von Presse- und Theaterleuten. Denn das ist klar: Auch Theaterkritiker müssen ein Echo auf ihre Beiträge ertragen können.

Wie auch Lokalredakteure, die aber gern weiter zuhören und Parchimer Geschichte(n) aufschreiben. Auf die nächsten 120 Jahre!

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