Marnitz Rekordhalter : 1000 Liter Regen und kein Ende?

Sturmschaden auf der Kreisstraße 115 Mestlin-Kadow. Ein Telefonmast knickte um.
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Sturmschaden auf der Kreisstraße 115 Mestlin-Kadow. Ein Telefonmast knickte um.

In Marnitz fielen 40 Prozent mehr Regen als im Jahresschnitt

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04. Januar 2018, 16:48 Uhr

Das Ruhner Land sorgte gestern für landesweite Schlagzeilen. In den zurückliegenden zwölf Monaten hat die Wetterstation Marnitz 1000 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Das sind rund 40 Prozent mehr als hier seit vielen Jahrzehnten üblicherweise anfielen. „Da fragt man sich schon, ob das nicht endlich aufhört“, so Bürgermeister Hans-Jürgen Buchholz, der sich Sorgen macht, dass Bauvorhaben vom Dauerregen ausgebremst werden.

Und Petrus bescherte dem Parchimer Land zum Jahresbeginn nicht nur Regen, sondern erneut auch wieder kräftigen Wind. Glücklicherweise blieben die Schäden überschaubar. Gegen 1.20 Uhr weckten in Mestlin die Sirenen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Auf der Kreisstraße 115 Mestlin – Kadow lag ein Telefonmast quer auf der Fahrbahn. Vor Ort hatten Beamte des Polizeireviers Plau am See auf ihrer Streifenfahrt die Gefahrenstelle entdeckt und Alarm ausgelöst. Auf der dunklen Fahrbahn war das Hindernis nur schwer zu erkennen. Es war guter Rat gefragt. An dieser Stelle überquerte die Leitung die Fahrbahn und weit und breit gab es keine Chance, den Mast aufzurichten und notdürftig zu befestigen. Da die Telefonleitung über Die Leitung wurde schließlich vom gebrochenen Mast getrennt und an zwei anderen Masten notdürftig befestigt. Die Telekom, so hieß es in der Nacht vor Ort, werde den Schaden nun fachgerecht beseitigen.

Auf der Bundesstraße 321 bei Friedrichsruhe waren schon am Mittwoch gegen 20 Uhr die Kameraden der Feuerwehr im Einsatz, um einen umgestürzten Baum zu beseitigen. Die Straße war zur Bergung eine knappe halbe Stunde gesperrt.

In Langen Jarchow in der Gemeinde Kloster Tempzin drohten nach Dauerregen Wassermassen von einem nahen Acker in ein Wohnhaus zu laufen. Hier waren die Kameraden mitten in der Nacht für rund eine Stunde im Einsatz. Wie von Gemeindewehrführer Horst Rausch am Morgen zu erfahren war, lief das Wasser von einem gesättigtem Acker auf die Fahrbahn und drohte nun auch angrenzende Grundstücke zu überfluten. Es wurde ein Abfluss geschaffen und anschließend das Wasser abgepumpt.

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