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Lokales

24. November 2017 | 10:31 Uhr

Parchimer SPD reicht Ludwigslust die Hand

vom

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2010 | 08:32 Uhr

parchim | Der Pulverdampf der Kreisstadtdebatte scheint verraucht: Parchims Sozialdemokraten betonen jetzt die Gemeinsamkeiten der künftig vereinigten Landkreise Parchim und Ludwigslust und rufen alle zur Diskussion auf.

"Jetzt kommt es darauf an, das Zusammenwachsen zu organisieren und eine gemeinsame neue Identität auszubilden, um rechtzeitig gut aufgestellt zu sein", sagt SPD-Kreistags-Fraktionschef Wolfgang von Rechenberg. Und: "Wir haben gemeinsame Interessen - es lohnt sich, diese gezielt herauszuarbeiten." Wo es Unterschiede gebe, seien Sorgfalt und Augenmaß gefordert. Parchims Sozialdemokraten wollen mit ihrem Vorstoß erreichen, dass alle Beteiligten eigene Erfahrungen und regionale Besonderheiten einbringen und so ein Plus an Kultur und Wirtschaftsstärkung für den voraussichtlich neu entstehenden Landkreis Südwest-Mecklenburg schaffen.

Vier große Themenkreise hat der Vorstand herausgearbeitet: Arbeitsplätze erhalten und neu ansiedeln. Die Attraktivität von Kultur und Bildung sichtbar machen. Das Zusammenwachsen der beiden Verwaltungen steuern. Die Kommunikation ausbauen.

Großer Kreis hat große Chancen

Generell habe ein größerer Landkreis größere Chancen, die Ressourcen für seine wirtschaftliche Entwicklung durch abgestimmte Werbung und innovative Kooperationen voranzubringen, meinen Parchims SPD-Politiker. Es müsse gelingen, vom Start weg Impulse für die wirtschaftliche Dymamik zu gewinnen. Dabei wissen die Sozialdemokraten durchaus, dass sie Industrie- und Gewerbestandorte und den ländlichen Raum prägende Erwerbszweige in Handwerk, Landwirtschaft und Tourismus unter einen Hut bringen müssen. Wenn es gelinge, die Identifikation der Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit dem neuen Landkreis Südwest-Mecklenburg zu fördern, sei schon viel gewonnen. Arbeit ist nicht das ganze Leben. Wolfgang von Rechenberg: "Der künftige Landkreis ist interessant durch seinen überdurchschnittlichen Reichtum an Kunst, Architektur, Kultur und Bildung. Einzigartige künstlerische und kulturelle Initiativen und viele gut funktionierende Bildungsangebote für alle sind Investitionen in die Zukunftsgestaltung der Menschen, die hier leben." Schwieriger könnte es werden, die beiden Kreisverwaltungen zu einer schlagkräftigen Einheit zusammenzufügen. Eine vernünftige Steuerung habe langfristig auch das Entstehen eines gemeinsamen "neuen Gesichts" des Landkreises Südwest-Mecklenburg im Blick. Alle Organisationsstrukturen sollen den Kriterien für eine bürgernahe und bürgerfreundliche Verwaltung entsprechen, was angesichts größerer Distanzen nur bedeuten kann, dass Aufgaben an Ämter delegiert werden.

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