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Kaufkraft in der Region leicht gestiegen : Parchimer mit mehr Geld zum Leben

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Die Menschen in der Region haben mehr Geld im Portmonee: Nach einem Vergleich der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) stieg die Kaufkraft im Landkreis Parchim im Jahre 2010 leicht an.

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erstellt am 05.Apr.2011 | 07:54 Uhr

Sternberg/Parchim | Die Menschen in der Region haben mehr Geld im Portmonee: Nach einem Vergleich der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) stieg die Kaufkraft im Landkreis Parchim im Jahre 2010 gegenüber 2009 leicht an. Für dieses Jahr erwarten die Konsumforscher einen deutlichen Schub: Bis zu 500 Euro mehr soll jeder Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns 2011 als im Vorjahr zur freien Verfügung haben.

18 904 Euro konnte jede Frau, jeder Mann im Vorjahr bundesweit für den eigenen Konsum ausgeben. Diese Zahl gilt als Grundlage für die Berechnung einer Kennziffer von 100 Prozent. Menschen in MV haben weiterhin im Schnitt deutlich weniger: 15 672 gleich 82,9 Prozent. Bundesweiter Spitzenreiter bei der Kaufkraft ist Bayern mit 20 505 Euro (108,5 Prozent).

Die Kaufkraft spiegele "die Summe aller Nettoeinkünfte der Bevölkerung bezogen auf den Wohnort" wider, heißt es von der IHK Schwerin. Enthalten seien Kapitaleinkünfte, Transferleistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld und Renten. Von der errechneten Kaufkraft-Summe seien u.a. auch Mieten oder Versicherungen zu bestreiten.

Regional bestehen dabei mitunter erhebliche Unterschiede. So legte die Stadt Parchim zwar leicht um 0,5 Prozentpunkte zu - im bundesweiten Vergleich hat hier aber jeder Einwohner rund ein Fünftel weniger Geld zum Ausgeben - in 2010 exakt 15 280 Euro. Sternberg legte auf 15 172, Lübz auf 15 928 Euro zu. Schweriner und Rostocker haben mit 16 835 und 16 209 deutlich mehr. Viele ländliche Gemeinden im Kreis Parchim schwanken zwischen 13 000 und 15 000 Euro - 70 bis 80 Prozent Kaufkraft.

Ein Phänomen fällt bei den Nachbarn Kobrow und Hohen Pritz (Primus und Schlusslicht in Westmecklenburg) ins Auge. Während Kobrow mit dem Kaufkraftwert von 133,8 Prozent sein verfügbares Geld je Einwohner gegenüber 2009 um fast zehn Prozentpunkte erhöhte, stagniert Hohen Pritz bei rund 56 Prozent. Jeder Kobrower hatte statistisch 25 302 Euro zum Ausgeben, jeder Hohen-Pritzer 10 692.

IHK-Sprecher Andreas Kraus erklärt: Basis der Statistik seien Einkünfte aus Arbeit und Kapitalanlagen. Verfüge jemand z.B. über großes Privatvermögen oder Besitz, schlage hohes Zinseinkommen auf die Kaufkraft nieder.

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