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Parchim Weniger drin in Lebensmitteltüte

Von mbei | 04.11.2015, 16:08 Uhr

Zahl der Armen, die von der Parchimer Tafel Unterstützung erhalten, wächst stetig / Verein auf der Suche nach neuen Waren

Rund 1000 Menschen erhalten in Parchim Lebensmittel von der Tafel. Für weitere 300 gibt es Essen über die Ausgabestellen in Lübz, Karow, Goldberg und Plau. Die Zahl der Bedürftigen wächst stetig, wenn auch langsam, ist vom Vereinsvorsitzenden Martin Doller zu erfahren: „Die Abwanderung der Bevölkerung schlägt sich nicht in der Zahl der Tafelnutzer wieder.“

Auf der anderen Seite ist in den Geschäften, die Essen für Arme spenden, weniger übrig. Zu den Folgen bei der Ausgabe von Lebensmitteln an der Tafel sagt Doller: „Es ist weniger in der Tüte drin.“ Dabei hat die Tafel schon ihren Rhythmus umgestellt. Statt wie früher jede Woche, erhalten Bedürftige nur noch alle 14 Tage Lebensmittelspenden.

Der derzeit große Flüchtlingsansturm wirkt sich noch nicht aus, erfährt SVZ von Heike Romatzki, Geschäftsführerin der Tafel in Parchim. Sie sind auch erst dann bei der Tafel bezugsberechtigt, wenn sie Hartz IV- oder Sozialhilfeempfänger sind, sagt Martin Doller. Die Menschen, die beispielsweise in der Parchimer Tennishalle und in Dargelütz untergekommen sind, versorge der Landkreis. Der Warenbestand der Tafel würde gar nicht ausreichen, um dort mit Lebensmittellieferungen zu helfen, sagt Doller.

Das Hauptproblem der Tafel sei, dass es zu wenig Waren gibt. Doller erklärt: Die Warenwirtschaftssysteme der Supermärkte werden immer besser. „Vieles geht im Laden weg, was früher bei den Tafeln gelandet ist.“ Die Supermärkte versuchen, so viele Waren wie möglich selbst zu verkaufen - kurz vor dem Ablaufen dann zu Sonderpreisen.

Martin Doller: „Lebensmittel brauchen wir immer.“ Da sei jeder Spender willkommen – ob Supermarkt, Metzger oder Landwirt.

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