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PaNak live Website, Handy, soziales Netz - Nachrichten mobil

Von zvs | 13.12.2016, 11:31 Uhr

Wie? Schon da? Die Schüler staunten nicht schlecht: In der PaNak waren heute Nachrichten und Journalismus in Zeiten mobiler Nutzung und sozialer Medien das Thema.

Wie es sich gehört, natürlich auch mit praktischem Anteil - und so konnten die Schüler und Eltern noch während der letzten Veranstaltung des preisgekrönten Projektes im Jahr 2016 den ersten Beitrag dazu via Messenger oder Facebook-Timeline auf ihren Smartphones lesen.

Getreu dem Thema der heutigen Veranstaltung nämlich hatte Dirk Buchardt, Online-Chef im medienhaus:nord, den Schülern und Erwachsenen die heutigen Wege und Nutzungen von Nachrichten erklärt. Dabei natürlich neben der herkömmlichen Produktion der Papierzeitung mit Einblick in das Redaktionssystem auch die Medien wie ePaper, soziale Netze, Video oder auch die Newsapp. Über die Kanäle von Whatsapp & Co. kam der Artikel dann auch direkt auf die Handy-Bildschirme.

Buchardt, der als Chef vom Dienst auch die Abläufe im Print nur zu gut kennt und koordiniert, konnte die starken Veränderung anschaulich darlegen. So nutzen laut einer Erhebung des JIM (Jugend, Information, Multimedia)-Projektes schon 2015 94 Prozent der Jugendlichen in der Freizeit das Smartphone mehrmals pro Woche bis täglich, 92 Prozent der Befragten surfen im Internet. Abgeschlagen mit 80 bzw. 76 Prozent tauchen Fernsehen und Radio im Mittelfeld der Top10 auf, Bücher (36 Prozent) gar nur als Schlußlicht. Die Zeitung taucht hier überhaupt nicht auf.

Leicht rückläufig mit 40 Prozent in der gesamten Nutzungszeit liegt die Kommunikation mit Freunden ganz vorn, gefolgt von Unterhaltung (26 Prozent) und Spielen (20 Prozent). Die Informationssuche liegt bei 14 Prozent.

Doch leider informieren sich junge Menschen auch immer weniger. Glaubt man dem Reuters Institue Digital News Report, nutzen in diesem Jahr nur noch 54 Prozent das Fernsehen (Vorjahr 79), 33 Prozent das Radio (40). Im gleichen Zuge sinkt auch die Nachfrage an Nachrichten. Nur 54 Prozent der jungen Erwachsenen (18-24 Jahre) sagten, "überaus" oder "sehr" an News interessiert zu sein. 14 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Im Vergleich: Bei der Generation 55+ liegt dieser Wert bei 81 Prozent.

Und trotzdem suchen Jugendliche in hohem Maße aktuelle Nachrichten. Nur eben nicht auf dem herkömmlichen, analogen Weg. Die sozialen Medien werden damit zunehmend wichtiger für sie - und damit auch als Kanal für die Verlage. 15 Seiten (gesamt, lokal, themenbezogen) betreuen die Onliner des medienhaus:nord allein bei Facebook, hinzu kommen Twitter, Google+, Whatsapp, Telegram, das ePaper und seit diesem Jahr auch die völlig überarbeiteten Newsapp.

Mit all diesen neuen Medien erreichen die Kollegen die Leser oder User - mit der Zeitung am nächsten Tag, mit der Webseite aktuell und mit den anderen Anwendungen sogar direkt auf dem Tablet oder dem Smartphone in der Hosentasche. Mobiler, schneller, interaktiver und crossmedialer, immer angepasst an das sich ständig verändernde Nutzungsverhalten.

Wie eben zum Beispiel mit diesem Artikel als Messenger-Newsletter.