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Parchim Viele gute Wünsche für den Ruhestand

Von CHGR | 23.12.2016, 05:00 Uhr

Seit der Eröffnung 2006 leitete Rosemarie Kracht das Pütter Hus in der Weststadt. Jetzt wurde sie offiziell aus dem hauptamtlichen Dienst bei der VS verabschiedet.

„Es war für mich eine wunderschöne Aufgabe, hier tätig sein zu dürfen. Herzlichen Dank für das Vertrauen in meine Person.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich Rosemarie Kracht im Rahmen der Mieterweihnachtsfeier offiziell von den Bewohnern in „Uns Pütter Hus“ in den wohl verdienten Ruhestand. Seit der Eröffnung am 1. Februar 2006 stand die Einrichtung in Trägerschaft der Volkssolidarität in der Parchimer Weststadt unter ihrer Leitung. Davor hatte sie bereits als damalige Vorsitzende des VS-Kreisverbandes mit die entscheidenden Weichen dafür gestellt, dass der Wohlfahrtsverband das Konzept vom Wohnen mit Service und einer eigenen Begegnungsstätte direkt im Haus nach dem Plauer Vorbild auch in der Kreisstadt verwirklichen konnte. Im Pütter Hus können die Mieter der insgesamt 43 seniorengerechten, funktionellen Wohnungen unterschiedlicher Größe zusätzliche Serviceleistungen in Anspruch nehmen, die ihnen den Alltag erleichtern. Das weiß auch Marie-Luise Möller sehr zu schätzen: Die Parchimerin zog in diesem Jahr vom Ostring ins Pütter Hus und lebte sich schnell in ihrem neuen Umfeld ein. „Frau Kracht hat sich sehr um mich gekümmert“, lobt Marie-Luise Möller. Die Begegnungsstätte ist für sie ein fast täglicher Anlaufpunkt: „Ich muss unter Leuten sein.“

Das Pütter Hus sei ihr Baby, bekannte Rosemarie Kracht. VS-Geschäftsführerin Ruth Richter-Schultz bekräftigt: „Wir verabschieden mit ihr eine Leiterin, die das Haus mit aufgebaut, gestaltet und mit Leben erfüllt hat.“ Doch der Abschied von der Arbeit werde kein Abschied von ihrer Volkssolidarität, versprach Rosemarie Kracht: Ihrer Ortsgruppe in der Altstadt möchte sie auch weiterhin als Vorsitzende zur Verfügung stehen, „solange ich das schaffe.“

Auf Wiedersehen sagten am Mittwoch nicht nur Geschäftsführerin, VS-Vorstandsvorsitzender Horst Derer und die Mitarbeiter im Pütter Hus. Sichtlich bewegt wünschte Sabine Bredfeldt, seit 2002 Leiterin der Wohnanlage mit Service „An der Hubbrücke“ in Plau am See, ihrer Kollegin einen guten Start in den Ruhestand: „Wir kennen uns seit dem 15. Mai 1992, als wir zusammen eine Umschulung begonnen haben“, rekapituliert Sabine Bredfeldt und verrät, dass sie Ende der 1990er den Namen von Rosemarie Kracht für den VS-Kreisvorstand ins Feld führte: Bis 2013 war Rosemarie Kracht 16 Jahre dessen Vorsitzende.

Das Mieter-Geburtstagskaffee für alle Jubilare dieses Quartals am 28. Dezember wird die letzte von Rosemarie Kracht organisierte Veranstaltung im Pütter Hus sein. Als kleines vorgezogenes Geschenk zum Fest an die Bewohner verkündete sie im Rahmen der Weihnachtsfeier, dass es für das Jahr 2017 im Pütter Hus keine Mietanpassung geben wird. Das habe der Vorstand kürzlich beschlossen. Die Nachfolge von Rosemarie Kracht als Objektleiterin tritt Gudrun Lüth an. Sie ist bereits seit langem für den VS-Kreisverband tätig. Bei ihr liefen bzw. laufen u. a. die Fäden für den Reiseclub der Volkssolidarität zusammen. Der ist vor mehreren Wochen ins Pütter Hus eingezogen.