Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Parchim Umfeld der Georgenkirche wird neu gestaltet

Von Christiane Großmann | 20.11.2020, 15:45 Uhr

Vorsichtiger Optimismus bei der Stadt: Bauarbeiten könnten im kommenden Jahr beginnen.

Im Rathaus gibt man sich vorsichtig optimistisch, dass die seit längerem geplante Neugestaltung des Areals rund um die St. Georgenkirche „im Laufe des nächsten Jahres“ in Angriff genommen werden kann. Das Vorhaben ist mit einigen Problemen behaftet. Vor allem die Entwässerung bereitet den Fachleuten Kopfzerbrechen. Das hängt mit den baulichen Gegebenheiten im Einzugsbereich zusammen. Problem: Regenwasser

Nach mehreren Gesprächen mit allen Beteiligten geht eine Lösung nun in die Richtung, das Regenwasser nicht mehr im unmittelbaren Umfeld der Kirche, sondern gegenüber im Pfarrgarten versickern zu lassen. Dazu muss eine neue Leitung in der Johann-Jakob-Engel-Straße verlegt werden, weil die bisherige nicht für die zusätzliche Aufnahme von Regenwasser dimensioniert ist. Die Problematik dabei: Mit der Baumaßnahme in der Engelstraße und im Pfarrgarten wird das St. Georgenumfeld verlassen und damit der Geltungsbereich, für den Städtebaufördermittel gewährt und bereits vom Land in Aussicht gestellt wurden. Diese Schwierigkeit verdeutlichte der für das Projekt zuständige Sachbearbeiter im städtischen Bauamt, Norbert Kreft, den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses.

Noch einige Fragen offen

Neben einer Aktualisierung der Kostenschätzung sei nun auch zu klären, wer welche Summen übernimmt. Verhandlungspartner sind Abwasserbetrieb, Stadtwerke, Kirche und Stadt. Wenn das alles in trockenen Tüchern ist, will die Stadt sich noch einmal mit dem Fördermittelgeber abstimmen. Das soll Anfang nächsten Jahres passieren. Parallel dazu werden auch der Erbbaurechtsvertrag sowie die öffentlich rechtliche Vereinbarung zwischen der Stadt und der Kirche vorbereitet. Ein Baustart im kommenden Jahr wäre ein gutes Signal: Nach langjähriger Bautätigkeit wird 2021 die Komplettsanierung der Backsteinkirche im Herzen von Parchim abgeschlossen.

Dr. Manfred Arndt, Vorsitzender des Fördervereins für die St. Georgenkirche, sehnt den Tag schon lange herbei, an dem begonnen wird, die Freiflächen rund ums „Haus“ neu zu gestalten und damit die Kirche als national bedeutsames Denkmal noch mehr aufzuwerten. Der Fördervereinsvorsitzende verdeutlicht:

„St.Georgen wird zu Recht als eine Perle der Backsteingotik bezeichnet. Sie ist ein Schmuckstück Parchims. Die Stadt punktet damit. In den letzten zwölf Sanierungsjahren ist die Kirche schöner denn je geworden. Aber um eine Perle ins rechte Licht zu setzen, benötigt sie eine attraktive Fassung.“
Dr. Manfred Arndt, Vorsitzender des Fördervereins von St. Georgen

Die Diskussion darum werde seit vielen Jahren geführt. Der Kirchenförderer findet: Worte sollten nun genug gewechselt sein, zumal Altstadtsanierungsmittel zur Verfügung stehen. Sein Appell: „Lasst uns jetzt ohne weiteren Aufschub endlich Taten sehen.“

Beleuchteter Weg führt um die Kirche

Details zum Gestaltungsentwurf erfuhren die Parchimer bereits im vergangenen Jahr auf einer Informationsveranstaltung für die Bürger. So soll die Fläche zwischen dem Rathaus und der Kirche insgesamt offener gestaltet werden. Die jetzige Trafostation wird abgerissen und ein Stück weiter versetzt in kleinerer Form neu errichtet. Um die Kirche herum soll ein gut begehbarer, beleuchteter Gehweg angelegt werden. Es ist vorgesehen, dass das Gebiet künftig nicht mehr als öffentlicher Parkraum zur Verfügung.