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Parchim Temposünder müssen zahlen

Von Redaktion svz.de | 09.01.2020, 05:00 Uhr

Ein Wiederholungstäter musste sich gleich zweimal verantworten

Kurt P. war in kurzen Zeitabständen gleich zweimal zu schnell unterwegs. Auf der Landstraße 072 war er mit 70 km/h zu viel in Ortkrug eingefahren. Er habe aber das Ortseingangsschild übersehen. Seit August 2018 gibt es dort auf der linken Straßenseite sogar ein zweites Ortsschild, entgegnete Richter Kai Jacobsen bei der Verhandlung an der Parchimer Zweigstelle des Amtsgerichts. Auch Bürgersteig und Straßenbeleuchtung weisen auf eine geschlossene Ortschaft hin, wenn auch mit lückenhafter Bebauung. Deshalb sei durchaus Vorsatz zu unterstellen, so der Richter. Um ein Urteil zu vermeiden, zog der Betroffene seinen Einspruch gegen den Bußgeldbescheid des Landkreises zurück. Damit wird die auf 960 Euro erhöhte Geldbuße ebenso fällig wie das dreimonatige Fahrverbot.

In Wendisch Waren hatte die Lasermessung beim gleichen Fahrer eine Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit um 28 km/h ergeben. An diesem Ergebnis ließ der geschulte und erfahrene Polizeiobermeister Kurt T. als Zeuge keinerlei Zweifel aufkommen. Wegen dreier Vorbelastungen wurde das fällige Bußgeld auf 150 Euro erhöht.

Auch René R. muss zahlen. Weil er auf der Bundesstraße 321 zwischen Warsow und Pampow 32 km/h zu schnell gefahren war und wegen diverser Voreintragungen verurteilte ihn Richter Kai Jacobsen bei der Verhandlung in Parchim zu einer erhöhten Geldbuße von 180 Euro.

Rainer P. hatte hingegen Glück. Der Autofahrer war in Wittenburg mit 22 km/h zu viel an einer Kindertagesstätte vorbeigerauscht, dort ist Tempo 30 erlaubt. Bei der Verhandlung an der Parchimer Zweigstelle des Amtsgerichts führte sein Verteidiger aus, dass der Betroffene die Geschwindigkeitsbeschränkung wegen der voll zugeparkten Straße übersehen habe. Richter Kai Jacobsen sah deshalb nur ein Augenblicksversagen und stellte das Verfahren ein.