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Parchim Susanne Hegner neue Chefin im Bildungszentrum

Von Christiane Großmann | 08.07.2020, 13:49 Uhr

Generationswechsel bei der Ländlichen Erwachsenenbildung. Schulinternes Curriculum für neue Pflegeausbildung steht.

Generationswechsel bei der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) in Parchim: Mit dem Eintritt des langjährigen Geschäftsführers Detlef Just in den Ruhestand leitet jetzt Susanne Hegner als hauptamtliche Vereinsvorsitzende die Geschicke des gemeinnützigen Bildungsträgers. Detlef Just gehörte zu den Mitarbeitern der ersten Stunde der 1992 gegründeten LEB. Der bisherige Vereinsvorsitzende Günter Gruchow sowie Helmut Gresch zogen sich nach ebenfalls langjährigem Engagement für die LEB aus der Vorstandsarbeit zurück.

Arbeitgeber aus dem Bereich Pflege mit im Vorstand

In dem neu gewählten Gremium wirken ehrenamtlich Regina Dewald als Stellvertreterin, Arnold Kretlow als Kassenwart sowie Karen Futterlieb und Sandro Möller mit. Die neue LEB-Chefin ist dankbar, dass es erneut gelungen ist, langjährige Verbündete und Dozenten für den Vorstand gewinnen zu können. Susanne Hegner selbst ist seit 2009 im Bildungszentrum in der Alten Mauerstraße tätig, zunächst zwei Jahre als Honorarkraft, seit 2011 als feste Mitarbeiterin. Die hauptamtliche Vereinsvorsitzende begrüßt es sehr, dass im Vorstand mit Sandro Möller erstmals auch ein Arbeitgeber aus dem Bereich Pflege vertreten ist: Sandro Möller baute vor elf Jahren den Pflegedienst „Leonardo“ in Siggelkow auf, in dem er als Inhaber ebenfalls die Pflegedienstleitung inne hat. Seit 2016 führt er zudem gemeinsam mit einer weiteren Geschäftsführerin eine Seniorentagespflege in dem Dorf.

Persönlicher Beitrag zur Fachkräftesicherung

Trotz der hohen beruflichen Belastung ließ sich Sandro Möller schon vor einigen Jahren von der LEB als Dozent gewinnen. Zwei bis drei Mal im Monat gibt er an der staatlich anerkannten Altenpflegeschule jeweils vier Unterrichtsstunden im Bereich Pflegemanagement und Pflegedokumentation. Seine Motivation? „Ich weiß, wie schwer es ist, motiviertes, gut ausgebildetes Personal in der Pflege zu finden. Deshalb möchte ich einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in unserer Region leisten“, sagt der 45-Jährige. Die Stunden in der Schule seien für ihn zudem eine persönliche Bereicherung seines Alltages: In den Klassen, in denen er unterrichte, sitzen ihm viele gefestigte Persönlichkeiten gegenüber. Sie haben schon viel in ihrem Berufsleben geleistet. Die Bereitschaft, sich neben der Arbeit weiterzubilden, um einen Fachabschluss zu erwerben, nötige ihm hohen Respekt ab.

Längst gerüstet für die neuen Herausforderungen

Sandro Möller ist praktisch seit dem Abitur und damit seit dem 18. Lebensjahr in der Pflege unterwegs: Dem Zivildienst folgte die Ausbildung zum staatlich anerkannten Altenpfleger. Sein Diplom auf dem Gebiet Pflegewissenschaften und Management machte er in Neubrandenburg. „Ich möchte von meinem Wissen und meinen Erfahrungen etwas weitergeben.“

Noch in diesem Jahr möchte auch die LEB mit der Fachausbildung nach dem neuen Pflegeberufegesetz durchstarten. Das Team um Susanne Hegner und Anke Dechow als Leiterin der Altenpflegeschule haben die vergangenen Wochen intensiv genutzt, um das schulinterne Curriculum unter Dach und Fach zu bringen. "Wir sind gut vorbereitet", sagt Susanne Hegner.

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