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Großeinsatz Suchaktion am Wockersee konnte abgebrochen werden

Von MIGB | 03.02.2014, 00:33 Uhr

Zeugen sahen einen Menschen auf dem zugefrorenen See, der plötzlich verschwand. Bei Großeinsatz kein Hinweis auf ein Eisloch gefunden.

Ein Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sorgte am Freitagabend in der Kreisstadt in der Schweriner Straße, zwischen Bootsausleihe und Schlachthof, für Aufsehen. Gegen 17.45 Uhr meldeten aufmerksame Bürger, dass sie jemanden auf dem zugefrorenen Wockersee gesehen hätten, der plötzlich verschwunden sei. Da anzunehmen war, dass dieser Mensch eventuell ins Eis eingebrochen sein könnte, wurden die Einsatzkräfte alarmiert.

Zum Einsatz brachten die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr erstmals ihren im Vorjahr angeschafften Eisretter. Dabei handelt es sich um ein spezielles Schlauchboot, welches zu etwa einem Drittel ohne Boden, also nach unten offen, ist. „Das hat den Vorteil, dass man damit Personen nicht über die hohe seitliche Wulst, sondern von innen direkt ins Schlauchboot hieven kann“, sagt der stellvertretende Wehrführer Frank Lampe. Diese Konstruktion ist im Sommer wie im Winter einsatzfähig. Auch eine neue Beleuchtungseinrichtung, ein Power Moon (Leuchtballon), kam erstmals zum Einsatz. Damit kann man eine Fläche von bis zu 3000 Quadratmeter ausleuchten.

Die Feuerwehrleute, immer auf Eigensicherung bedacht, suchten den Wockersee in dem verdächtigen Bereich ab, doch die wenigen Spuren im Schnee führten zu keinem Wasserloch oder ähnlichem. Ein auf der gegenüber liegenden Eichberg-Seite befindlicher Eisangler hatte auch keine Beobachtungen gemacht, die auf einen im Eis eingebrochenen Menschen deuten konnten.

Zur Sicherheit wurde auch der benachbarte Schilfgürtel in Richtung Schlachthof abgesucht, doch es wurde kein Eisloch gefunden, in das jemand eingebrochen sein könnte. Kurz nach 19 Uhr wurde die Suche dann eingestellt.

Die Polizei warnte in den vergangenen Tagen immer wieder vor dem Betreten der Eisflächen auf den zugefrorenen Seen.