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Mestlin Stehende Ovationen für ein großartiges Konzert

Von MIGB | 20.08.2018, 21:00 Uhr

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern im Kulturhaus Mestlin

„Das war ein Ohrenschmaus der Extra-Klasse“, so das Fazit des Konzerts der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern am Sonntagnachmittag im Kulturhaus Mestlin. Rund 420 Besucher erlebten Kit Armstrong und das Ensemble Resonanz. Armstrong war bereits vor zwei Jahren im Kulturhaus zu Gast und war daher bei einigen Gästen noch in guter Erinnerung. Gleich zu Beginn wähnte man sich in Wiener Lokalitäten bei einem Heurigen, denn bei den Walzermelodien von Johann Strauß konnte man die Füße kaum still halten – man musste mitwippen. Doch es waren andere Kompositionen zu hören; ausgewählt waren Bearbeitungen der Strauß’schen Walzer von Alban Berg und Arnold Schönberg. Letzterem wird vor allem die 12-Ton-Musik zugeschrieben, die er mit weiteren Komponisten seiner Zeit entwickelte. Und so stutzte man auch im Saal, als die Klänge sich doch stark veränderten und dennoch war es ein ganz besonderes Klangerlebnis.

Im Mittelpunkt des hervorragenden Ensembles stand Kit Armstrong, der durchaus als ein Ausnahmetalent bezeichnet werden darf. Der erst 26-Jährige beherrschte den Steinway-Flügel und begeisterte das Publikum. Wer einen guten Blick hatte, der konnte sehen, wie seine Finger über die Tastatur glitten und dabei sanfte wie starke Töne dem Instrument entlockten. Zu spüren war dies vor allem bei der Musik von Dimitri Schostakowitsch. Auch wenn Armstrong der Chef des Kammerensembles Resonanz ist, so hielt er sich bescheiden zurück und das auch optisch, in dem das Ensemble vor dem Flügel platziert war. Bereits vor vier Jahren erhielt Armstrong den Solistenpreis der Wemag.

Das Preisträgerkonzert der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern im Kulturhaus Mestlin wurde übrigens auch von der Sparkasse Parchim-Lübz und der Schweriner Volkszeitung gefördert.