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Parchim Schneeglöckchen, Orchideen und Moose bei vielfach besorgten Geobotanikern im Fokus

Von SVZ | 30.01.2019, 05:00 Uhr

Jahrestagung der Mitglieder der Fachgruppe Geobotanik: Am Wochenende ging es in der Remise des Alten Postamtes in Parchim um das Arbeitsprogramm für das neue Jahr.

Fachgruppenleiter Helmut Kiesewetter konnte mit Heinz Sluschny aus Schwerin einen Gastreferenten begrüßen, der anhand von mitgebrachtem Herbalmaterial aus den Gattungen Goldnessel und Taubnessel vorführen und kritische Hinweise zu deren Verbreitung in der Region geben konnte. Nessel-Arten aus diesen Gattungen sind besonders wichtig für verschiedene Insekten, stehen aber zum Teil auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Die Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen kann übrigens in der Parchimer Stadtbibliothek eingesehen werden.

In ihrem Jahresprogramm setzt sich die Fachgruppe wieder in vielen Veranstaltungen mit gefährdeten und seltenen Arten auseinander. Von April bis Oktober sind ein Schneeglöckchentag, Exkursionen zur Orchideenwiese in Neu Poserin, ins Sternberger Seeland sowie eine Moosexkursion in die Nähe von Sandhof geplant.

Sorgen bereitet den Experten der Bestandsrückgang seltener Pflanzen im Bundesland. Besonders betroffenen seien der kurzblättrige Fingerwurz, das Fettkraut, die Arnika oder der Lungenenzian, stellte Helmut Kiesewetter in einem Vortrag heraus. Die Mitglieder der Fachgruppe Geobotanik, einer Gruppe innerhalb des Naturschutzbundes NABU, beteiligen sich bis 2020 unter anderem an der Erfassung und Kartierung der heimischen Orchideenflora.