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Kindersachen aus zweiter Hand Pütter Mütter veranstalten Sonnabend großen Flohmarkt

Von Christiane Großmann | 23.09.2020, 14:45 Uhr

Stadthalle wird zur Stöbermeile. Organisatoren setzen bei allen Vorsichtsmaßnahmen auf Eigenverantwortung der Besucher.

Die Pütter Mütter sind wieder da: Nachdem der Verein als Veranstalter von Flohmärkten für Kinderbekleidung seine Frühjahrsveranstaltung wegen des Corona-Lockdowns absagen musste, findet die Herbstveranstaltung unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen statt. Am Sonnabend wird die Stadthalle zur Stöbermeile. Die sieben Mitstreiterinnen in dem 2009 aus der Taufe gehobenen Verein haben lange mit sich gerungen, ob sie die Herausforderung überhaupt auf sich nehmen wollen.

Stöbermeile wird ehrenamtlich organisiert

Ist die ehrenamtliche Organisation eines solchen Ereignisses ohnehin schon mit einem enormen Aufwand verbunden, machen die aktuellen Corona-Regeln alles noch komplizierter. Nun hat die Stadt sogar entscheidende Aktien daran, dass die Pütter Mütter sich Anfang September endgültig dazu bekannten: „Ja, wir ziehen den Flohmarkt durch“. Die Verwaltung ging direkt auf den Verein zu und bot den Pütter Müttern an, ihnen bis hin zum Hygienekonzept Unterstützung zukommen zu lassen. Wenn die Flohmarkt-Veranstalter am Donnerstag mit den ersten Vorbereitungen vor Ort beginnen, stehen alle Tische schon an ihrem Platz – millimetergenau ausgerichtet nach der geltenden Abstandsregelung.

Flohmarkt diesmal von 9 bis 19 Uhr geöffnet

Außerdem dürfen die Pütter Mütter das Veranstaltungshaus am Moltkeplatz diesmal einen Tag länger nutzen. So bleibt ihnen und dem Helferteam nach einem langen Flohmarkt-Tag eine Nachtschicht erspart. Denn das Rücksortieren der nicht verkauften Sachen nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Das kann nun am Sonntag erledigt werden. Um den erwartungsgemäß hohen Besucherandrang entzerren zu können, wird der Flohmarkt von 9 bis 19 Uhr und damit einige Stunden länger geöffnet haben. Die sieben Pütter Mütter blicken dem Wochenende mit Herzklopfen entgegen: Ein aufmunterndes Feedback in den sozialen Medien oder am Telefon sowie die enorme Bereitschaft der Helfer machen ihnen großen Mut, dass auch unter den besonderen Bedingungen alles glatt laufen wird.

120 Anbieter sorgen für Auswahl ohne Ende

Dafür sind von Freitag bis Sonntag viele Freiwillige im Einsatz. Sie helfen zum Beispiel bei der Annahme und Rückabwicklung der Sachen oder während der Öffnungszeit als Ordner am Eingang sowie im großen Saal. Eine Auswahl ohne Ende ermöglichen insgesamt 120 Anbieter. Die meisten von ihnen hatten schon eine Starternummer für den Frühjahrsflohmarkt ergattert. Damit sie nun doch noch zum Zuge kommen können, nahmen die Pütter Mütter von sich aus Kontakt zu ihnen auf. „Es war richtig schön zu erleben, wie sie sich darüber gefreut haben“, berichtet Petra Schulz.

Symbolischer Eintritt von einem Euro für soziales Projekt

Vereinsmitstreiterin Ariane Saß macht vorsorglich darauf aufmerksam, dass es wegen der strengen Coronaauflagen am Sonnabend keinen Cafe-Betrieb geben kann. Neben den Startergebühren flossen der Erlös aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf sowie Spenden der Besucher in gemeinnützige Projekte vorrangig mit Kindern. Deshalb haben sich die Pütter Mütter entschlossen, am 26. September einen symbolischen Eintritt von einem Euro von jedem Schnäppchenjäger zu nehmen. Dieses Geld soll im Winter für eine Aktion mit dem Parchimer Nachwuchs verwendet werden.

Zutritt auf 50 Personen gleichzeitig beschränkt

Am Donnerstag beginnen die Pütter Mütter mit den ersten Vorbereitungen in der Stadthalle, am Freitag trudeln zwischen 8 und 16 Uhr die Kartons mit den Kindersachen ein. Parallel beginnt das große Auspacken. Im Minutentakt wachsen auf den Tischen hohe Stapel mit den nach Größe sortierten Sachen. Sonnabend um 9 Uhr öffnet sich am hinteren Eingang die Tür zur Stöbermeile, während der Haupteingang diesmal als Ausgang genutzt wird. Werdende Mütter dürfen zuerst rein. Insgesamt dürfen sich 50 Besucher zeitgleich in der Stadthalle aufhalten.

„Wir können nur hoffen, dass alle Besucher ihre Eigenverantwortung wahrnehmen, eine nette Maske dabei haben und an die Abstandsregel denken.“
Petra Schulz, Mitglied im Verein Pütter Mütter

Damit sich die Warteschlange in Grenzen hält, bitten die Organisatoren darum, den eigenen Nachwuchs zu Hause in Obhut zu lassen. Wenn alles klappt, gibt es 2021 auch wieder einen Frühjahrs-Flohmarkt: Vorsorglich haben sich die Pütter Mütter bereits die Stadthalle für den 13. März reserviert.