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Max Jacob Schilderfabrik GmbH stellt Auftrag fertig Parchimer Schilder für Polens Straßen

Von Wolfried Pätzold | 21.10.2011, 08:37 Uhr

Geschafft! Die letzten mit polnischen Buchstaben und Symbolen beschrifteten Spezialfolien verlassen die hochmoderne Digitaldruckmaschine der Max Jacob Schilderfabrik am Parchimer Juri-Gagarin-Ring.

Geschafft! Die letzten mit polnischen Buchstaben und Symbolen beschrifteten Spezialfolien verlassen die hochmoderne Digitaldruckmaschine der Max Jacob Schilderfabrik am Parchimer Juri-Gagarin-Ring. Für Fertigungsleiter Hartmut Dicks war es ein Routineauftrag. Seit nunmehr 20 Jahren arbeitet der 47-Jährige in der Schilderproduktion. Er hat nicht gezählt, wie viele Schilder, die auf Straßen in ganz Deutschland und nun auch im Nachbarland Polen den Verkehrsfluss steuern, aus der mecklenburgischen Kreisstadt stammen. "Die Gesamtzahl von Schildern made in Parchim dürfte in die Million gehen", sagt Frank Skrbek nicht ohne Stolz. Schließlich gebe es beispielsweise alleine für das Verkehrszeichen "Baustelle" schon fast 40 Varianten bzw. Größen. Hartmut Dicks und Frank Skrbek gehören zu den Mitarbeitern, die 1991 in Räumen des früheren VEB Mechanisierung als Teil der Max Jacob Schilderfabrik Hamburg die Produktion aufgenommen haben. Das mittelständisches Familienunternehmen blickt im kommenden Jahr auf eine 100-jährige Firmentradition zurück. Zu den Kunden zählen vor allem öffentliche Einrichtungen von Bund, Land, Kreis, Stadt und Gemeinde sowie der Industrie und des Handwerks. "Unsere kleinsten Schilder sind visitenkartengroß und unser bislang größtes Exemplar steht am Berliner Ring und misst 14 mal 7,5 Meter", weiß Frank Skrbek zu berichten.

Schildermarkt in Deutschland heiß umworben

Auch wenn Schilder aus dem Alltag nicht wegzudenken sind, ist auch dieser Markt heiß umworben. Die rund 50 Mitarbeiter der Max Jacob Schilderfabrik müssen sich ständig auf veränderte Marktbedingungen einstellen. Bei ihren Auftraggebern punkten sie vor allem mit langjähriger Erfahrung, Flexibilität und modernen Produktionsverfahren. Im Bereich der Verkehrszeichen sind die Parchimer inzwischen einer der Marktführer. Von ursprünglich rund 40 Herstellern haben sich bis heute nur noch die Hälfte am deutschen Markt durchgesetzt, weil sie die hohen Güteanforderungen erfüllen. So konnten die Parchimer auch den lukrativen Auftrag aus Polen an Land ziehen. Kurzfristig mussten 160 zum Teil großformatige Elemente für Verkehrstafeln, die an polnischen Autobahnen auf das dortige Mautsystem hinweisen, digital gedruckt werden. Neben europäischen Standards waren diesmal auch länderspezifische Besonderheiten vor allem bei abweichenden Symbolen zu beachten.

Berufsnachwuchs im eigenen Unternehmen ausgebildet

Geschäftsführer Dipl.-Ing. Dietrich Faust legt Wert darauf, dass der Berufsnachwuchs im Unternehmen ausgebildet wird. Von den jungen Leuten, die seit 1991 in Parchim als Drucker oder im kaufmännischen Bereich eine Lehre absolvierten, haben anschließend viele eine Festanstellung in der Firma bekommen. "Es wird aber immer schwieriger, geeignete Bewerber für eine Ausbildung zu finden", gibt Frank Skrbek zu bedenken. Derzeit wird bei Max Jacob in Parchim eine Lehrstelle in der Fachrichtung Digitaldruck angeboten. Vorausgesetzt wird ein guter Realschul- oder Abiturabschluss. Dieser Beruf ist für Männer oder Frauen geeignet, die u.a. über Farbsinn und gutes mathematisches Verständnis verfügen und sich mit dem Computer auskennen. Später werden sie an einer Digitaldruckmaschine arbeiten. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Wer sich dafür interessiert, sollte sich umgehend bei Karin Faust in der Personalabteilung (k.faust@max-jacob.de) melden.