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Mehr Sicherheit Neues Tanklöschfahrzeug für Groß Godems in Sicht

Von MIGB | 23.02.2014, 17:50 Uhr

Kameraden zogen Bilanz ihrer Arbeit im Jahre 2013: Statistisch gesehen ertönte die Sirene knapp einmal im Monat

Die Feuerwehren in unserem Landkreis sorgen für Sicherheit und vor allem kämpfen sie um das Wohl der Menschen, retten sie und Tiere aus Notlagen, löschen Brände und leisten einen wertvollen Dienst in der Gesellschaft. Neben diesen eigentlichen Aufgaben sind sie zugleich Mitgestalter des sozial-kulturellen Lebens in den Kommunen. So auch die 36 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Groß Godems, die sich am Sonnabend zu ihrer Jahresversammlung trafen. Wehrführer Frank Patzelt konnte durchaus eine beeindruckende Bilanz ziehen.

Statistisch gesehen ertönte die Sirene knapp einmal im Monat und rief die Kameraden zum Einsatz. Während es sechs Mal um Hilfeleistungen ging, gab es auch fünf Einsätze, um Brände zu löschen. Einer der schwersten Unfälle ereignete sich im Februar 2014, als ein Brummifahrer auf ein anderes Fahrzeug auffuhr und dabei in seinem Führerhaus eingeklemmt war. Gemeinsam mit den Kameraden aus Parchim meisterten sie diesen Einsatz. Ebenfalls im Februar brannte eine Lagerhalle in Stolpe. „Unsere Kameraden bauten zusammen mit anderen Wehren die Wasserversorgung vom Löschteich auf. Trotz aller Bemühungen gelang es nicht, die Flammen zu löschen und man ließ die Halle kontrolliert abbrennen. Zum Glück stand der Wind günstig und trieb den Rauch weg von den Tieren in den benachbarten Ställen“, erinnert sich der Wehrführer. Solche Einsätze sind nur mit einer hohen Einsatzbereitschaft zu leisten. Allein bei diesem Feuer dauerte der Einsatz von abends 20.40 Uhr bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr. Auch beim Elbehochwasser waren einige Kameraden im Einsatz und halfen bei der Füllung von Sandsäcken. „Für diese Einsatzbereitschaft möchte ich mich im Namen der Wehrführung bei allen bedanken“, sagte der Wehrführer und erinnerte, dass zu diesen Einsätzen auch noch die vielen Dienst kommen. Das heißt, 99 Mal trafen sich die Mitglieder zu Ausbildung und Weiterbildung.

Wie erwähnt, sind die Feuerwehren auch Motor des kommunalen Lebens. So wurde das Weihnachtsbaumverbrennen, das Osterfeuer, der Fackelumzug und das Erntefest gemeinsam organisiert und durchgeführt. Um das Zusammengehörigkeitsgefühl weiter zu stärken, wurde im vergangenen Jahr ein gemeinsamer Ausflug nach Malchow und einer Schifffahrt nach Rheinsberg durchgeführt. Zu diesem Ausflug waren die Ehe- und Lebenspartner eingeladen, denn ohne deren Hilfe könnten die Kameraden ihrer sehr wichtigen Arbeit kaum nachgehen. Oftmals stecken die Familienangehörigen eigene Wünsche zurück, wenn es um Belange der Blauröcke geht. „Denen gehört auch unser Dank“, meinte Patzelt.

Da das bestehende Tanklöschfahrzeug (TLF) nur Dank der unermüdlichen ständigen Pflege noch einsatzbereit ist, freuen sich die Kameraden über die bevorstehende Inbetriebnahme eines neueren gebrauchten Fahrzeugs dieser Art im Sommer. „Durch die bessere technische Ausstattung gegenüber unserem alten Autos sind wir auch in Zukunft in der Lage, die uns gestellten Aufgaben erfolgreich zu meistern. Auch wird sich die Sicherheit der Kameraden durch die im Fahrzeug verbauten Rückhaltesysteme erheblich erhöhen. Das Tanklöschfahrzeug ist ein Gruppenfahrzeug, hat einen Wassermonitor und zwei Atemschutzgeräte sind in der Fahrzeugkabine verbaut, so dass sie schon auf der Anfahrt angelegt werden können“, zählt der Wehrführer die Vorzüge auf. Jugendwart Sebastian Möller konnte in seinem Bericht stolz verkünden, dass es gelungen ist, mit 12 Nachwuchskräften die Stabilität zu sichern. 14 Mal trafen sie sich, um das Feuerwehr-Einmaleins zu erlernen, natürlich auf spielerische Art.